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Rubrik: Sport

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Kosice

Draisaitl schießt DEB-Team so gut wie ins Viertelfinale

DEB-Star Leon Draisaitl (l) beim Duell mit dem Slo...DEB-Star Leon Draisaitl (l) beim Duell mit dem Slowaken Marian Studenic. Foto: Monika Skolimowska
DEB-Star Leon Draisaitl (l) beim Duell mit dem Slowaken Marian Studenic. Foto: Monika Skolimowska
DEB-Star Leon Draisaitl (l) beim Duell mit dem Slowaken Marian Studenic. Foto: Monika Skolimowska

Dank eines beeindruckenden Kraftakts und NHL-Topstar Leon Draisaitl hat Deutschlands Eishockey-Nationalteam den vorzeitigen Einzug ins WM-Viertelfinale so gut wie perfekt gemacht.

Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel beim 3:2 (0:0, 1:2, 2:0) gegen Gastgeber Slowakei ist der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zudem die direkte Qualifikation für Olympia 2022 kaum mehr zu nehmen. 28 Sekunden vor dem Ende schoss Ausnahmestürmer Draisaitl das Siegtor. «Es fühlt sich großartig an, Teil dieser Mannschaft zu sein», schwärmte der Angreifer.
Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm behielt auch nach den drei Auftaktsiegen, ohne den verletzten Star-Torhüter Philipp Grubauer und nach einem Rückstand in der hitzigen Atmosphäre von Kosice die Nerven. Zuvor hatte Marc Michaelis (24. Minute) die Deutschen in Führung gebracht und Markus Eisenschmid (59.) nach einem 1:2 in der Schlussphase noch ausgeglichen. «Dass es mit vier Siege in den ersten vier Spielen geklappt hat, ist schön, aber das Turnier ist noch nicht zu Ende», meinte Verteidiger Yannic Seidenberg.
Der Erfolg wurde allerdings mit der Verletzung des bislang besten deutschen WM-Verteidigers Moritz Seider nach einem Bandencheck teuer bezahlt. «Das wäre jetzt ein bitterer Ausfall. Moritz hat wirklich super gespielt bisher», sagte NHL-Verteidiger Korbinian Holzer.
Für die Slowakei waren Andrej Sekera (29.) und Libor Hudacek (30.) erfolgreich. Deutschland ist damit auch weiter Tabellenführer der Vorrundengruppe A. Vier Siege in den ersten vier Spielen hatte es zuletzt vor 89 Jahren bei der ersten Weltmeisterschaft überhaupt gegeben. Das Turnierformat war 1930 allerdings noch ein völlig anderes gewesen. Letzte theoretische Zweifel am Einzug in die K.o.-Runde kann die DEB-Auswahl in den drei noch ausstehenden Vorrundenspielen gegen Kanada (Samstag), die USA (Sonntag) und Finnland (Dienstag/ alle Sport1 und DAZN) beseitigen. Sehr wahrscheinlich genügt aber schon die bisherige Punkte-Ausbeute.
Möglicherweise kann in den nächsten Spielen gegen die Top-Nationen in Kosice auch NHL-Torhüter Grubauer wieder mitspielen. Der Stanley-Cup-Sieger hatte sich beim 4:1 am Dienstag gegen Frankreich eine Muskelverletzung zugezogen und musste gegen die Slowakei passen. Im bislang wichtigsten Vorrundenspiel kam daher wieder Mathias Niederberger von der Düsseldorfer EG zum Einsatz
Der 26-Jährige sah sich von Beginn an dem Druck der Slowaken ausgesetzt. Allerdings stand die deutsche Defensive gut und ließ unmittelbar vor dem Tor kaum etwas zu. Zum ersten Mal überhaupt in diesen Turnier gelang den Slowaken im ersten Drittel kein Tor.
«Wir wussten von vornherein, dass die Slowaken der Gegner sind, den wir schlagen müssen, um ins Viertelfinale zu kommen», sagte Stürmer Matthias Plachta vor dem Match. Auch Kapitän Moritz Müller hatte seine Mitspieler gewarnt: «Ich erwarte, dass es von Anfang an laut sein wird. Da müssen wir einfach unsere Emotionen im Griff haben.» In der Tat erinnerte die Atmosphäre in der voll besetzten und lauten Steel Arena an das entscheidende Olympia-Qualifikationsspiel 2016 in Riga gegen Lettland. Damals hatte der spätere Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl Deutschland zum 3:2-Sieg geschossen.
Eine solche nervliche Anspannung bleibt dem DEB diesmal wohl erspart, da sie auch in Kosice selbst nach dem zweiten Drittel ruhig blieb, in dem die Slowaken die Führung durch US-Collegespieler Michaelis in Überzahl drehten und damit die Arena in einen Hexenkessel verwandelten. Im Schlussabschnitt schlugen Draisaitl und Eisenschmid noch einmal zurück und nahmen sich damit den Druck, nun weitere Siege gegen die Top-Nationen einfahren zu müssen.
«Lass es uns gleich heute machen. Danach kann die Dynamik auch wieder eine ganz andere werden. Die Mannschaften werden auch nicht einfacher, die danach kommen», hatte Müller vor dem Spiel gefordert. Seine Mitspieler folgten dem mit einem Kraftakt im letzten Drittel.


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