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Rubrik: Sport

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Grenoble

Ab nach Grenoble: DFB-Team startet Achtelfinal-Vorbereitung

Umzug: Deutschlands Fußball-Frauen ziehen nach Gre...Umzug: Deutschlands Fußball-Frauen ziehen nach Grenoble um. Foto: Sebastian Gollnow
Umzug: Deutschlands Fußball-Frauen ziehen nach Grenoble um. Foto: Sebastian Gollnow
Umzug: Deutschlands Fußball-Frauen ziehen nach Grenoble um. Foto: Sebastian Gollnow

Abschied vom Mittelmeer, Ankunft in den Alpen - die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat am Dienstag ihr bereits viertes Teamquartier bei der Weltmeisterschaft in Frankreich bezogen.

Nach dem 4:0 (3:0) über Südafrika am Vortag bestieg der DFB-Tross am Vormittag in Montpellier sichtlich gelöst den Hochgeschwindigkeitszug TGV. Am Nachmittag erreichte er den malerische Bergkurort Uriage-les-Bains unterhalb des Skigebiets Chamrousse bei Grenoble. Im Stade des Alpes von Grenoble bestreite die Mannschaft am Samstag ihr Achtelfinal-Spiel.
Mit dem klaren Sieg über WM-Neuling Südafrika hatte die deutsche Elf am Montag in Montpellier den Gruppensieg klargemacht. Von hoher Symbolkraft für den Geist in der Mannschaft war dabei vor allem der dritte Treffer: Nach ihrem Kopfballtor in der 40. Minute rannte Alexandra Popp zur Seitenlinie und feierte gemeinsam mit Ersatzspielerinnen und Trainerstab.
«Mir war es wichtig zu zeigen, dass die Bank auch ihren Teil zum Erfolg beiträgt», erklärte die Angreiferin vom VfL Wolfsburg. Nachdem die deutsche Spielführerin in den ersten beiden WM-Spielen noch leer ausgegangen war, gelang ihr in der letzten Vorrundenpartie der ersehnte erste Treffer.
«Poppi ist eine Spielerin, die permanent alles gibt», lobte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ihrer Kapitänin. Für den Erfolg der Mannschaft ordnet sie dabei auch ihre eigenen Vorlieben unter. Beim hart umkämpften 1:0 gegen Spanien etwa rückte Popp sogar zurück auf die Sechser-Position, um als kopfballstarke Spielerin vor der Abwehr die knappe Führung zu sichern.
«Aber sie sieht sich als Stürmerin in der Pflicht, Tore zu erzielen», erklärte Voss-Tecklenburg. Entsprechend unzufrieden war Popp mit dem für sie bis zum Südafrika-Spiel torlosen Turnierverlauf. Das Trainerteam leistete psychologische Aufbauarbeit: «Wir haben ihr vor dem Spiel diese vielen, vielen Aktionen gezeigt, wo sie auch am Tor beteiligt war.»
Aber trotzdem habe Popp den Anspruch, «dass sie lieber den Ball ins Tor köpft, als dass sie nur beteiligt ist», sagte ihre Trainerin weiter. «Deshalb ist es toll, dass sie so ein wunderbares Tor gemacht hat.»
Tatsächlich war Popps Treffer der bislang am schönsten herausgespielte des deutschen Teams bei dieser WM: Nach einer feinen Kombination flankte Giulia Gwinn von rechts an den Fünfmeterraum, dort schraubte sich Popp in die Höhe und köpfte den Ball wuchtig ins Tor. «Da sieht man, wie einfach Fußball sein kann», sagte Voss-

Tecklenburg und fügte mit Blick auf Popp an: «Wir brauchen diese Qualität im Kopfball. Das ist eine Waffe.»
Mit 28 Jahren gehört Popp zu den Älteren im Kader. Sie ist sich ihrer Verantwortung als Führungsspielerin voll bewusst: «Wir sind relativ jung, auch noch ein bisschen unerfahren. Aber es macht unheimlich viel Spaß, mit dieser verrückten Mannschaft zusammenzuspielen», sagt sie.
Mit drei Siegen und ohne Gegentor ist das deutsche Team nun in die nächste Runde eingezogen. «Es war wichtig, dieses Ziel zu erreichen», sagte Popp. «Neun Punkte sind das, was wir holen wollten und in unserem Fall mussten.»
Als Gruppenerster wird das deutsche Team in der Runde der letzten 16 auf einen der Tabellendritten aus den Gruppen A, C oder D treffen, der noch nicht feststeht. Der Gegner ist Spielerinnen und Trainerteam eigentlich egal. «Wenn man Weltmeister werden will, muss man alle schlagen», sagte Popp schmunzelnd.
Für Popp wäre es das 100. Länderspiel - als 26. deutsche Fußballerin würde sie diese Marke dann übertreffen. «Wir haben tatsächlich schon darüber gesprochen. Ich freue mich dazuzugehören», sagte sie. Zudem hat sie dann die Gelegenheit, ihr Torkonto von bislang 47 Treffen weiter nach oben zu schrauben. Mit ihrem nächsten Treffer würde sie in der ewigen DFB-Torschützinnenliste auf Rang sieben vorrücken - und mit Ex-Bundestrainerin Silvia Neid gleichziehen.


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