Die Vorsitzende des Nienburger Seniorenbeirates, Rosel Wandmacher, freut sich bereits auf die Zeit, in der Veranstaltungen wieder möglich sein werden. Foto: Garms

Die Vorsitzende des Nienburger Seniorenbeirates, Rosel Wandmacher, freut sich bereits auf die Zeit, in der Veranstaltungen wieder möglich sein werden. Foto: Garms

Nienburg 09.04.2021 Von Manon Garms

„Sprachrohr für die ältere Generation“

Nienburgs Seniorenbeirat setzt sich für Ältere ein / Hoffnung, dass wieder Veranstaltungen stattfinden können

Was macht eigentlich ein Seniorenbeirat? Rosel Wandmacher, die Vorsitzende des Nienburger Gremiums, hat oft das Gefühl, dass viele Menschen das gar nicht wissen. „Ein Seniorenbeirat ist das Sprachrohr für die ältere Generation, er vermittelt zwischen den Bürgern sowie zwischen Politik und Verwaltung“, erklärt Wandmacher. Und was zu betonen ihr ganz wichtig ist: „Der Beirat ist unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden. Er leistet einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und für die Teilhabe der Älteren am kommunalen Leben.“

Der aktuelle Nienburger Seniorenbeirat besteht aus sechs Mitgliedern. Eine grundlegende Eigenschaft sollten alle Mitglieder des Gremiums auf jeden Fall mitbringen: Geduld. Denn die Mühlen mahlen bisweilen sehr langsam, wenn es um die Umsetzung von Dingen geht, die der Seniorenbeirat für wichtig hält. 2015 hatte das Gremium beim Stadtrat einen Antrag auf die Einrichtung von Querungshilfen in Höhe der Einkaufsmärkte in Holtorf und Erichshagen eingereicht. Politik und Verwaltung sprachen sich statt Querungshilfen für Ampeln aus – die in Holtorf an der Verdener Landstraße in Höhe des Sportplatzweges wurde im August 2018 installiert; bis die in Erichshagen an der Celler Straße bei Heka/Netto aufgestellt wurde, gingen sogar ganze fünfeinhalb Jahre ins Land.

Für die stark frequentierte Kreuzung Hannoversche Straße/Buermende/Ziegelkampstraße – auch unter dem Namen „Lohmeyer-Kreuzung“ bekannt – hatte der Seniorenbeirat zu Beginn des Jahres 2020 ebenfalls einen Antrag an den Stadtrat gestellt. Darin forderte er einige (bauliche) Veränderungen, um die Kreuzung für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen. „Wenn dort die Stolperfallen weg wären, würde mir das schon reichen“, sagt Wandmacher jetzt. Doch es gibt auch Wünsche des Gremiums, die von Mitarbeitern des Bauhofs oder der Stadtverwaltung schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. „Es gibt gute Leute in der Verwaltung, die uns unterstützen“, lobt Reinhard Wandmacher, Ehemann von Rosel Wandmacher und Schriftführer des Seniorenbeirates.

Neben seinem Einsatz für Verbesserungen im Stadtgebiet lädt der Seniorenbeirat auch regelmäßig zu Veranstaltungen ein – aufgrund der Corona-Pandemie ist das zurzeit allerdings nicht möglich. Zu diesen Veranstaltungen gehören Weserschifffahrten, das Ü-60-Musik- und Tanzcafé sowie der „Klönschnack“ und ein Angebot zum Doppelkopf- und Skat-Spielen. Die Veranstaltungen sind laut Rosel Wandmacher stets gut besucht. Zum „Klönschnack“ lädt der Beirat auch regelmäßig besondere Gäste ein – so zum Beispiel Vertreter der Polizei, die vor dem Enkeltrick warnen oder Tipps geben, wie man sich als älterer Mensch im Straßenverkehr verhält. „Künftig soll es auch mal um das Thema Parken für Behinderte gehen“, kündigt Wandmacher an.

Wann die Veranstaltungen jedoch wieder stattfinden können, weiß derzeit niemand. „Wir freuen uns aber schon sehr auf die Zeit, wenn es wieder losgeht“, sagt die Vorsitzende des Seniorenbeirates. Bis dahin sollen zumindest alle zwei Monate, jeweils am 2. Mittwoch, die öffentlichen Sitzungen des Gremiums stattfinden – wenn nicht auch sie aufgrund einer hohen Inzidenz ausfallen müssen.

Alle aktuellen Termine sowie Telefonnummern und E-Mail-Adressen zur Kontaktaufnahme sind auf der Homepage des Seniorenbeirates unter seniorenbeirat-nienburg-weser.de zu finden.

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Erstellt:
9. April 2021, 17:30 Uhr
Lesedauer:
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