Auf diesem 2016 veröffentlichten Foto posiert der Führer der Taliban, Haibatullah Achundsada, für ein Porträt. Er soll wieder in Afghanistan sein. Foto: Afghan Islamic Press/AP/dpa/Archivbild

Auf diesem 2016 veröffentlichten Foto posiert der Führer der Taliban, Haibatullah Achundsada, für ein Porträt. Er soll wieder in Afghanistan sein. Foto: Afghan Islamic Press/AP/dpa/Archivbild

Istanbul 30.08.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Sprecher: Taliban-Führer Achundsada in Afghanistan

Der bislang als verschollen geltende Taliban-Führer Haibatullah Achundsada befindet sich nach Angaben des Sprechers der Islamisten in Afghanistan.

„Haibatullah Achundsada führt derzeit Gespräche in Kandahar“, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid am Sonntagabend in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu der Türkei.

Nach der Machtübernahme der Taliban Mitte August war der Vize-Chef der Bewegung, Mullah Abdul Ghani Baradar, in Afghanistan eingetroffen. Der Aufenthaltsort von Achundsada war bislang nicht bekannt.

Die Taliban würden den Zugriff auf blockiertes Geld im Ausland fordern, kündigte Mudschahid zudem an. Nach Gründung der neuen Regierung werde man die finanziellen Probleme allmählich lösen, Afghanistan verfüge über eigene Einnahmequellen, sagte er. Die Taliban haben auf Geldreserven im Ausland derzeit keinen Zugriff. Internationale milliardenschwere Hilfszusagen liegen auf Eis.

Mit der Türkei strebten die Taliban eine enge Zusammenarbeit an, sowohl beim Thema Wirtschaft als auch in der Bildung, sagte Mudschahid. „Das türkische Volk und der Staat sind unsere Freunde. Es gibt sehr viele Gründe dafür, dass unsere Freundschaft bestehen bleibt.“ Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits zuvor erklärt, sein Land wolle den Taliban beim Aufbau von Infrastruktur in Afghanistan behilflich sein.

Die Türkei hat ihre Soldaten aus Afghanistan abgezogen. Während andere Länder ihre diplomatischen Vertretungen in Kabul geschlossen haben, ist die türkische Botschaft weiter offen.

© dpa-infocom, dpa:210830-99-22360/2

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Erstellt:
30. August 2021, 12:20 Uhr
Lesedauer:
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