An seinem 102. Geburtstag kam Willi Kruse ausnahmsweise nicht zu Fuß: Annegret Busse chauffierte ihn stattdessen mit dem Rollfiets durch Stolzenau. DRK-Altenzentrum Stolzenau

An seinem 102. Geburtstag kam Willi Kruse ausnahmsweise nicht zu Fuß: Annegret Busse chauffierte ihn stattdessen mit dem Rollfiets durch Stolzenau. DRK-Altenzentrum Stolzenau

Stolzenau 23.02.2018 Von Annika Büsching, Von Die Harke

Spritztour zum 102. Geburtstag

Pflegeeinrichtung lässt sich für Willi Kruse einiges einfallen

Ein Tag ohne Mittagessen im [DATENBANK=5061]DRK-Altenzentrum[/DATENBANK] in Stolzenau ist für Willi Kruse kein schöner Tag – erst recht nicht sein 102. Geburtstag! Und so kam es, dass er die nett gemeinte Einladung der Familie zum Jubeltag am 22. Februar ausschlug und lieber in die Pflegeeinrichtung fuhr.

Pflegedienstleitung [DATENBANK=5062]Annegret Busse[/DATENBANK] klingelte pünktlich um 11.30 Uhr an seiner Tür, als Willi Kruse noch inmitten seiner Gratulanten in der guten Stube saß. Zu dieser Uhrzeit macht sich der Stolzenauer, der gegenüber der Feuerwehr wohnt, auch sonst immer auf den Weg ins Altenzentrum – zu Fuß wohlgemerkt! An diesem Tage aber sollte Annegret Busse sein Taxi sein und den 102-Jährigen zu einer ganz besonderen Spritztour abholen. Gesagt, getan: Das Geburtstagskind verabschiedete seine Gäste und wurde schließlich mit dem neuen Rollfiets, das ist ein Fahrrad mit Rollstuhl vorne dran, durch Stolzenau chauffiert. Das Rad war mit Ballons und einem Schild mit der Aufschrift „Hamburger Jung“ geschmückt, da Willi Kruse viele Jahre seines Lebens in der Hansestadt verbracht hat und sein Herz immer noch gen Norden schlägt.

Er genoss die Fahrt sichtlich, freute sich aber umso mehr, als das Duo endlich am Altenzentrum ankam. „Dort begrüßte uns eine Schar von Mitarbeitern und Bewohnern und überraschte Willi Kruse mit einem fröhlichen ‚Zum Geburtstag viel Glück‘“, berichtet Annegret Busse vom emotionalen Ende des Geburtstagsausflugs.

Der Jubilar war gerührt: „Das habt ihr sehr schön gemacht.“ Und an die Bewohner gerichtet, sagte er: „In das Gefährt kommt ihr auch noch alle. Es macht riesig Spaß, freut euch schon drauf.“ Für ihn jedenfalls, meinte er noch beim Mittagessen, soll die Ausfahrt zum 102. Geburtstag nicht die letzte gewesen sein.

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Erstellt:
23. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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