09.03.2014

St. Martin reduziert Immobilienbestand

Repräsentatives Pfarrhaus in der Bismarckstraße und Gemeindehaus in der Altstadt stehen zum Verkauf

Nienburg. Weil auch Nienburgs Kirchengemeinde St. Martin mit ihren 4377 „Schäfchen“ gehalten ist, sich von ihren nicht mehr zwingend benötigten Immobilien zu trennen, sind zurzeit zwei attraktive Objekte auf dem Markt: das zurzeit noch von Pastor Marco Voigt bewohnte Pfarrhaus in der Bismarckstraße und das Gemeindehaus an der Ecke Neue Straße/Schumannstraße. Die repräsentative Doppelhaushälfte mit einer Wohnfläche von 208 Quadratmetern wird für 268 000 Euro angeboten, das vielseitig zu nutzende Gemeindehaus mit einer Fläche von 785 Quadratmetern ist für 228 000 Euro zu haben. „Wir stehen bereits mit mehreren Interessenten in Verhandlung,“ berichtet Dr. Gerhard Neuenfeldt, seit Januar Vorsitzender des Kirchenvorstands von St. Martin. Pastor Marco Voigt ist mittlerweile zu 3/4 als Pastor an St. Michael und nur noch zu 1/4 als Pastor an St. Martin tätig. Er wird darum im April eine Wohnung in der Sedanstraße beziehen, so der Kirchenvorstandsvorsitzende. Die Immobilie in der Bismarckstraße, die von St. Martin von jeher als Pfarrhaus genutzt wurde, steht damit künftig leer. Pastorin Henrike Müller, zurzeit noch Pastorin mit ganzer Stelle an St. Martin, hat ohnehin nicht mehr in dem repräsentativen Stadthaus gewohnt.

Trennen will sich St. Martin auch von seinem Gemeindehaus. „Zum einen ist das Gebäude mittlerweile zu groß geworden, zum anderen sind die Betriebskosten recht hoch“, so Dr. Neuenfeldt. Der Erlös aus dem Verkauf der beiden Immobilien soll für die Sanierung und Erweiterung des Kirchenkontors am Kirchplatz verwendet werden. Das stattliche Fachwerkgebäude in zentraler Lage soll künftig als Büro und als Gemeindehaus dienen. Überlegt wird nach Auskunft des Kirchenvorstandsvorsitzenden, die dort ebenfalls beheimatete Sozialstation auszugliedern und so zusätzlichen Raum zu gewinnen.

Damit, dass es zu einem fließenden Übergang zwischen dem Auszug aus dem bisherigen und dem Einzug in das neue Gemeindehaus geben wird, rechnet Dr. Neuenfeldt nicht. „Da werden wir uns noch etwas einfallen lassen müssen“, so der Estorfer abschließend. eha

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Erstellt:
9. März 2014, 00:00 Uhr
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