Laut einer Untersuchung entfällt der mit Abstand größte Anteil am Verkehrsaufkommen an der „Lohmeyer-Kreuzung“ auf die Durchfahrt Buermende/Hannoversche Straße. Foto: Garms

Laut einer Untersuchung entfällt der mit Abstand größte Anteil am Verkehrsaufkommen an der „Lohmeyer-Kreuzung“ auf die Durchfahrt Buermende/Hannoversche Straße. Foto: Garms

Nienburg 16.07.2021 Von Manon Garms

Stadt Nienburg favorisiert Kreisverkehr an der „Lohmeyer-Kreuzung“

Planungen zur Neugestaltung der stark frequentierten Kreuzung

Die sogenannte „Lohmeyer-Kreuzung“, an der sich Hannoversche Straße, Buermende und Ziegelkampstraße treffen, ist eine der am stärksten frequentierten Kreuzungen in Nienburg. Vor gut eineinhalb Jahren hatte der Seniorenbeirat der Stadt einen Antrag an den Stadtrat gestellt, in dem er sich dafür einsetzt, die Kreuzung für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen.

Im Bauausschuss hat Kai Nietfeld vom städtischen Sachgebiet Straßenbau jetzt Planungen für eine Neugestaltung der Kreuzung vorgestellt. Eine Bestandsaufnahme habe ergeben, dass die Straßen im Kreuzungsbereich stellenweise offensichtliche Schäden aufwiesen. Laut Nietfeld ist geplant, einen Entwurf für eine Neugestaltung des Knotenpunktes bis zum Februar 2022 dem Land Niedersachsen zur Förderung vorzuschlagen.

Verkehr besser strukturieren

Bei der Umgestaltung des Kreuzungsbereichs favorisiert die Stadtverwaltung einen Kreisverkehrsplatz, damit der Verkehrsfluss in den Innenstadtbereich besser strukturiert werden könne. Nach den aktuellen Planungen soll der Fuß- und Radverkehr im Kreuzungsbereich vom Autoverkehr weitestgehend entkoppelt werden. Eine großzügige Begrünung des Bereichs soll darüber hinaus den Geh- und Radverkehr vom Straßenverkehr auch optisch deutlich trennen.

Zur Vorbereitung wurden laut Stadtverwaltung zunächst die gegenwärtigen Verkehrsströme an diesem Knotenpunkt untersucht. Wie erwartet worden sei, entfalle der mit Abstand größte Anteil am Verkehrsaufkommen auf die Durchfahrt Buermende/Hannoversche Straße. Die Ziegelkampstraße trägt den kleinsten Anteil zum Gesamtaufkommen bei. Konkret bedeutet das: Auf der Buermende sind es circa 450 Fahrzeuge pro Stunde, auf der Hannoverschen Straße (Süd-Ost) circa 370 Fahrzeuge pro Stunde, auf der Hannoverschen Straße (West) etwa 110 Fahrzeuge sowie auf der Ziegelkampstraße ungefähr 50.

Entwurf für die Neugestaltung der „Lohmeyer-Kreuzung“ entwickelt

Auf der Grundlage dieser Zahlen hat der städtische Mitarbeiter Kai Nietfeld einen Entwurf für die Neugestaltung der „Lohmeyer-Kreuzung“ entwickelt. Dieser Entwurf berücksichtigt die Einbindung der Hannoverschen Straße als Verbindung zum Berliner Ring, die Buermende als Weiterführung der Hannoverschen Straße in die Innenstadt sowie den Westteil Hannoversche Straße als Verlängerung der Mindener Landstraße.

„Die Querschnitte der einmündenden Straßen werden der Verkehrsbelastung Rechnung tragen, aber die vorhandenen Straßenräume sollen vor allem auch für den Rad- und Fußgängerverkehr deutlich verbessert werden“, heißt es von der Stadtverwaltung. Jetzt soll es weitere Abstimmungen mit den zuständigen behördlichen Stellen und den Interessenvertretungen geben.

Zum Artikel

Erstellt:
16. Juli 2021, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.