Stadtbusse fahren ab August auf zwei weiteren Routen durch Nienburg.  Garms

Stadtbusse fahren ab August auf zwei weiteren Routen durch Nienburg. Garms

Nienburg 21.06.2019 Von Die Harke

Stadtbus übernimmt die Linien 5 und 6

In einer halben Stunde von Nord nach Süd / Busse bestellt

Der Stadtbus Nienburg übernimmt die Linien 5 und 6. Das soll nach Angaben der Betreibergesellschaft eine spürbar bessere Anbindung von sowohl Holtorf als auch der Kattriede an die Innenstadt bringen. Die notwendigen Busse sind bereits bestellt. „Der Stadtbus hat von Anfang an einen ausgeprägt sozialen Anspruch“, sagt Iris Köhler, Geschäftsführerin der Stadtbusgesellschaft. „Das bedeutet für uns, neben günstigen Grundpreisen auch die Entwicklung attraktiver Ticketmodelle für Vielfachfahrer und die Optimierung des Streckennetzes“, ergänzt sie.

Seit Gründung 2001 weisen die Fahrgastzahlen kontinuierlich nach oben: 2002 fuhren knapp 500.000 Menschen mit dem Stadtbus. 2003 waren es bereits mehr als 600.000. 2016 wurden mehr als 1,5 Millionen Fahrgäste registriert; im vergangenen Jahr waren es fast 1,8 Millionen. „Das ist“, sagt Iris Köhler mit gewissem understatement, „wohl eine recht erfreuliche Entwicklung.“

Die sei allerdings kein Selbstläufer. „Wir arbeiten eng mit unseren Fahrgästen zusammen, nehmen Anregungen und Kritik auf und reagieren, wo es möglich ist – beispielsweise mit Verstärkerbussen zu Stoßzeiten oder mit speziellen Ticketmodellen.“ Vor diesem Hintergrund hatte sich die Stadtbusgesellschaft nach den Worten ihrer Chefin seit Jahren dafür engagiert, mit den Linien 5 und 6 die Große Drakenburger Straße und die Kleine Riede sowie auch die Kattriede und den Schäferhof in das Stadtbussystem einbinden zu können.

Das hat jetzt geklappt: Ab dem 1. August können Fahrgäste in 25 bis 30 Minuten vom City-Treff am Fresenhof in die südliche Kattriede-Spitze und zurück oder eben über Arbeitsamt und Kleine Riede zum Sportplatz Holtorf und zurück fahren. „Die Busse fahren im Stundentakt, und neue Haltestellen werden für eine gute Anbindung sorgen. Das ist, verglichen mit der bisherigen Anbindung, ein Quantensprung“, freut sich Iris Köhler.

Gerade für ältere Menschen dürfte die Übernahme der beiden Linien ein großes Plus an Lebensqualität bedeuten. Die Geschäftsführerin nennt ein drastisches Beispiel: „Ich kenne Seniorinnen aus der Kattriede, die sind bisher mit dem Bus zur Bunsenstraße gefahren und dann mit dem Rollator zu Fuß nach Hause. Das sind über drei Kilometer.“

So etwas wird künftig der Vergangenheit angehören, verspricht Iris Köhler. „Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung der Pläne. Die genauen Routen und Haltestellen werden noch rechtzeitig bekanntgegeben. Ich kann aber schon sagen: Soweit irgendmöglich soll jeder an den Linien 1 bis 6 Wohnende in 300 Metern Entfernung von seinem Zuhause eine Stadtbus-Haltestelle bekommen.“

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Erstellt:
21. Juni 2019, 06:17 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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