Anna Lea Müller absolviert momentan ihr FSJ im Nienburger Kulturwerk Foto: Müller

Anna Lea Müller absolviert momentan ihr FSJ im Nienburger Kulturwerk Foto: Müller

Nienburg 20.02.2021 Von Die Harke

Stärken und Schwächen gelernt

Die FSJler Anna Lea Müller und Joshua Knieriem berichten von ihrer Arbeit / Nachfolger werden gesucht

Sie können eigene Stärken und Schwächen besser einschätzen, haben neue Menschen kennengelernt und haben Einblicke in Arbeitsabläufe bekommen. Zwei FSJler berichten von ihrer Arbeit.

Anna Lea Müller macht seit September 2020 ihr FSJ im Nienburger Kulturwerk. Ihre bisherige Bilanz: „Ich habe schon alles Mögliche gelernt. Teamfähigkeit, Zeiteinteilung, Organisation und alles andere, was man in einem Arbeitsalltag so lernen kann. Meine Aufgaben sind auch breit gefächert, von allgemeiner Büroverwaltung, über Archiv- und Social-Media-Arbeit bis zu Künstlerbetreuung habe ich schon von allem etwas gemacht.“

Joshua Knieriem ist als FSJler bei der Evangelischen Jugend in Nienburg. Er darf sich dort sowohl bei Planungen als auch im Musikbereich einbringen, lernt aber auch vieles in der Büro-Organisation. Beide berichten von ihrer Arbeit. Die Einrichtungen hoffen, dass sie damit potenzielle Nachfolger auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.

Joshua Knieriem verabschiedet sich als FSJler bei evangelischen Jugenddienst. Foto: Knieriem

Joshua Knieriem verabschiedet sich als FSJler bei evangelischen Jugenddienst. Foto: Knieriem

FSJler im Nienburger Kulturwerk übernehmen Tätigkeiten im Büro, in der Öffentlichkeitsarbeit und der Veranstaltungsorganisation. Der Umgang mit Gästen und Künstlern bringt Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein. „Besonders mag ich die Verantwortung, Unabhängigkeit und das Arbeitsklima“, erklärt Müller. „Man geht einfach nicht mit schlechter Laune zur Arbeit, weil man genau weiß, dass alles schon irgendwie funktionieren wird. Außerdem wird man sofort ins Team miteingeschlossen und ehe man es sich versieht, organisiert man plötzlich eine eigene kleine Veranstaltung.“

Als soziokulturelles Zentrum bietet das Nienburger Kulturwerk einerseits eigene Veranstaltungen wie Kabarett, Comedy, Poetry Slam oder Musik an, andererseits werden das Haus, die Infrastruktur und das Fachwissen des Teams gerne auch interessierten Gruppen zur Verfügung gestellt. Zwar konnten aufgrund von Corona im letzten Jahr nicht so viele Veranstaltungen im Kulturwerk stattfinden wie sonst, durch die Streaming-Veranstaltungen im so genannten „Kabarett vom Sofa“ hat Anna Lea Müller dennoch die Möglichkeit, in ihrem FSJ den Veranstaltungsbetrieb kennenzulernen.

„Für die Zukunft nehme ich mit, wie wichtig es ist, mit anderen kommunizieren zu können“, beschreibt Müller. „Vieles läuft über mündliche Absprachen. Es ist auch immer besser, lieber vorsichtshalber noch einmal nachzuhaken, bevor man Fehler macht und es nochmal so lange dauert, diese zu beheben. Im gleichen Atemzug ist es aber auch völlig okay, Fehler zu machen, dass passiert immer mal wieder und schlecht muss man sich deswegen nicht fühlen. Diese Erkenntnis hilft mir auch bei der Berufswahl. Ich kann jetzt viel besser visualisieren, wo meine Stärken und meine Schwächen liegen und wie ich mit ihnen umgehen kann.

Knieriem berichtet: „Schon auf dem Weg zum Abitur war ich mir unsicher, was ich nach der Schule weiter machen sollte und um sich ein Jahr nochmal selbst zu orientieren und meine Stärken zu erkennen, kam mir ein FSJ in den Sinn. Nur stand die Frage offen, welche Art von FSJ es werden sollte. Ich hatte bereits andere Stellen angeschrieben und Bewerbungen abgeschickt, jedoch habe ich keine FSJ-Stelle gefunden, die mich zu 100 Prozent überzeugen konnte, bis meine Geschwister mir den Rat gaben, mich bei der Evangelischen Jugend in Nienburg zu bewerben. Meine Schwestern, die schon lange ein Teil der evangelischen Jugend sind, konnten nur Gutes erzählen und meinten auch, dass ich meine musikalischen Fähigkeiten beim Jugenddienst gut mit in die Arbeit einbringen könnte.“

Für sein FSJ habe er sich erhofft, sowohl seine Stärken in der Planung und Vorbereitung als auch im Musikalischen auszubauen. „Beides wird mehr als erfüllt, durch verschiedenste Aktionen wie zum Beispiel dem Adventsspecial, den Bandproben oder verschiedenste ZOOM-Aktionen. Außerdem kann ich in der Arbeit im Büro neue Stärken und Schwächen von mir selbst entdecken und somit auch herausfinden, welcher Weg nach dem FSJ zu mir passen könnte.“

Um sich besser in die Jugendarbeit integrieren zu können, hat Knieriem frühzeitig an der Juleica-Schulung teilgenommen, um Kinder- und Jugendgruppen bei Aktionen zu leiten. „Mein Wissen und mein Interesse zur Musik kann ich in der Kirchenband ‚Now‘ sehr gut einsetzten, indem auch die Leitung für die Band auf mich übertragen wurde. Durch die Leitung kann ich sowohl die Band bei den Proben gut weiterbringen als auch mich selbst in sozialpädagogischen Fähigkeiten“, betont Knieriem.

Besonders gefallen ihm alle Aktionen, die in Präsenz stattfinden. Durch Corona sind solche Aktionen nun weniger geworden. „Dennoch habe ich Spaß an den kreativen Um-Planungen und dem Erstellen von Online-Aktionen mit dem Team zusammen.“

Auch online finden die FSJ-Seminare statt. Auch zum Freiwilligen Sozialen Jahr gehören Reflektionsgespräche, in denen über Aufgaben sowie Stärken und Schwächen gesprochen wird. „Ich kann sagen, dass das FSJ beim Evangelischen Jugenddienst in Nienburg genau das Richtige für mich ist“, meint Knieriem. Er habe viele neue Leute kennengelernt, lerne viel Neues über sich selber und erkenne, wie er am besten meine Zukunft weiter gestalten kann.

Das Nienburger Kulturwerk sucht zum 1. September einen jungen Menschen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Kultur. Bewerben kann sich jede und jeder, der Lust hat, ein Jahr lang im Nienburger Kulturwerk mitzuarbeiten und dabei neue Menschen, Projekte und Tätigkeiten kennenzulernen. Das ist noch bis zum 15. März direkt über das FSJ-Portal möglich. Das Kulturwerk-Team steht unter Telefon (0 50 21) 92 25 80 und per E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de zur Verfügung.

Wer sich für ein FSJ bei der Evangelischen Jugend interessiert, kann sich darüber, über Ausschreibung und Bewerbungsfristen beim auch online informieren oder unter Telefon (0 50 21) 97 96 53. Weitere Infos unter freiwilligendienste-kultur-bildung.de und www.kkjd.de.

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Erstellt:
20. Februar 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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