21.12.2012 Von Alan Smithee

Stammzellen aus Nabelschnurblut vs. gezüchtete Stammzellen

PR-Artikel Stammzellen werden in embryonale und adulte Stammzellen unterschieden. Die embryonalen bilden sich bereits dann, wenn aus einer befruchteten Eizelle ein Zellklumpen wird. Sie sind gar nicht oder nur wenig differenziert, ihre Funktion im späteren Organismus ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Mit der Zufuhr entsprechender Mittel kann man beeinflussen, welches Organ die Stammzelle bildet. Die mitotische Zellteilung zur Entstehung weiterer Stammzellen oder die Bildung spezialisierter Zellen ist auf diese Weise möglich.

Embryonale Stammzellen

Die embryonalen Stammzellen unterscheiden sich in solche, welche nur im Stadium des Zellklumpens, auch Blastomer genannt, existieren, bevor die erste Furchung stattfindet. Später entstehen daraus sämtliche Zellformen, welche für ein Lebewesen nötig sind. Weil so viele Zellen aus diesen Stammzellen entstehen können, heißen diese omni- oder totipotent, wobei auch die befruchtete Eizelle zu ihnen gehört.

Als pluripotent werden Stammzellen aus dem Blastozysten-Stadium bezeichnet, wobei alle Arten von Körperzellen des Hautgewebes, Zellen der Wand des Verdauungstraktes, Knochen, Muskeln und Blutzellen oder Hautzellen und Nervengewebe aus diesen Stammzellen entstehen können. Es bildet sich aus diesen aber kein Plazentaanteil mehr.

Stammzelltherapie

Am bekanntesten ist die Behandlung der Leukämie mit Stammzellen, die seit Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre durchgeführt wird. Inzwischen wurden viele weitere Stammzellen entdeckt und konnten von den Wissenschaftlern isoliert werden.

Gezüchtete Stammzellen

Während embryonale und später adulte (erwachsene) Stammzellen im menschlichen Körper gebildet werden, gelang es Wissenschaftlern, Stammzellen zu züchten. Sie fanden diese Zellen im Dickdarmgewebe, isolierten sie aus dem menschlichen Körper und konnten sie im Labor nachzüchten. Dies ist ein Meilenstein in der Medizin.

Nachdem die Forscher die Rahmenbedingungen vom Darmgewebe imitierten, konnten sie eine Stammzellkultur züchten, welche sich nicht in Darmzellen verwandelte. Diese Methode ist noch recht neu. Bis zu fünf Monate lang halten sich gezüchtete Stammzellen in Kulturschalen. Wer also nicht schon bei der Geburt seines Kindes Nabelschnurblut mit den embryonalen Stammzellen einfrieren ließ, muss zukünftig wahrscheinlich dennoch nicht auf diese Behandlungsmethode verzichten.

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Erstellt:
21. Dezember 2012, 12:49 Uhr
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