Hoffen, auch mit dem Angebot für 2019 bei Frauen und neuerdings auch Unternehmen aus Stadt und Kreis auf großes Interesse zu stoßen: Luise Friederike Schäfer, Catrina Lohmeyer und Katrin Fedler von der Koordinierungsstelle frau+wirtschaft (von links). Hagebölling

Hoffen, auch mit dem Angebot für 2019 bei Frauen und neuerdings auch Unternehmen aus Stadt und Kreis auf großes Interesse zu stoßen: Luise Friederike Schäfer, Catrina Lohmeyer und Katrin Fedler von der Koordinierungsstelle frau+wirtschaft (von links). Hagebölling

Nienburg 09.02.2019 Von Edda Hagebölling

„Starke Stimme, stark im Job“

Koordinierungsstelle frau+wirtschaft unterstützt Frauen, die sich neu ausrichten möchten

„Starke Stimme, stark im Job“, „Schlagfertig kontern mit Niveau“, „Business-Knigge“, „Die Kniffe der Gehaltsverhandlung“. Die Liste der Angebote, die Frauen dabei unterstützen sollen, wieder in den Beruf zurückzukehren oder sich beruflich zu verändern, ließe sich beliebig fortsetzen. Zu finden sind die Seminare in dem Programm, das seit kurzem in den Rathäusern, Kitas und allen möglichen anderen öffentlichen Orten im Kreis ausliegt.

2500 Exemplare haben Katrin Fedler, Luise Friederike Schäfer und Catrina Lohmeyer, allesamt Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle frau+wirtschaft mit Sitz am Goetheplatz in Nienburg, drucken lassen. Hinzu kommen weitere 1.000 Programme, die sich direkt an die Migrantinnen in Stadt und Kreis richten. Für sie hat Ajsche Al Molla – seit August 2018 bei frau+wirtschaft beschäftigt – ein Programm zusammengestellt, das sich Themen wie „Wie sieht deine Zukunft aus?“ oder „Wer bin ich? Was kann ich? Stärke deine Stärken“ widmet.

Angeboten werden die Seminare und Beratungen am Goetheplatz selbst, aber auch in den Rathäusern der Samtgemeinden Heemsen, Hoya, Liebenau, Marklohe, Mittelweser, Rehburg-Loccum, Steimbke, Steyerberg und Uchte sowie in Nienburg zusätzlich bei der VHS oder im Sprotte-Begegnungszentrum.

Mit dem Angebot „Ko-Stelle unterwegs“ möchten die Mitarbeiterinnen sicherstellen, dass sie auch wirklich von allen Frauen erreicht werden können, die über eine Neuausrichtung nachdenken, sie möchten sich aber auch dafür bedanken, das neben dem Landkreis mittlerweile alle zehn Kommunen des Kreises hinter ihnen stehen.

Die finanzielle Unterstützung von Landkreis und Kommunen macht 15 Prozent der Gesamtkosten aus, weitere Gelder kommen vom Verein Niedersächsischer Bildungsträger, vom Land und – vor allem – von der EU.

Die regulären Seminare und Beratungen und selbst der Bildungsurlaub für Frauen, die in Teilzeit arbeiten, sind für die Teilnehmerinnen kostenfrei.

Niedersachsenweit gibt es 25 Ko-Stellen, die in Nienburg gehört zu denen mit der höchsten Auslastung. Für Katrin Fedler, Luise Friederike Schäfer, Catrina Lohmeyer und Ajsche Al-Molla ein Indiz dafür, mit ihrem Konzept nicht ganz falsch zu liegen. Die Ideen für die Seminare bringen sie zum Teil aus den Treffen mit anderen Ko-Stellen mit, das Nienburger Team hat aber auch ein offenes Ohr für die Wünsche, die in den Kursen oder Beratungen geäußert werden.

Und sie wissen aus eigener Erfahrung, das Frauen, die den Spagat zwischen Familie und Beruf hinbekommen möchten, der Teilzeitfalle entrinnen wollen, vor einem Bewerbungsgespräch stehen oder in einem Team ihren Platz finden wollen, nicht unerheblichen Belastungen ausgesetzt sind. Angebote, wie „Grundlagentraining Rhetorik“, „BrainFit für Frauen“, „Akupressur in Stresssituationen“ oder das „Coaching mit dem Seminarpartner Pferd“ sind Antworten darauf.

Allerdings beschreitet die Ko-Stelle in diesem Jahr auch ein, zwei völlig neue Wege. Da Luise Friederike Schäfer zusammen mit Johanna Beckurts-Othmer und Kersten Persuhn gleichzeitig den Vorstand des Verbundes „Wirtschaft+Familie“ bildet, gibt es auch ein paar Angebote für Unternehmen. Ein Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung mit Dr. Simone Seifert von der Spedition Franz Fischer findet beispielsweise vom 15. bis 17. März statt, und am 7. Mai sind Azubis willkommen in den Räumen am Goetheplatz.

Da die Unternehmen längst festgestellt haben, dass das Gespräch mit möglichen künftigen Auszubildenden erfolgversprechender ist, wenn es von den eigenen Azubis geführt wird, können diese fit gemacht werden für die Akquise der Fachkräfte von morgen bei Lehrstellen-Börsen, Azubi-Tourneen und ähnlichem.

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Erstellt:
9. Februar 2019, 19:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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