Svea Siebert beim Eintritt in den Beckenbereich, für den die Maximalzahl von 30 Badegästen mittels Zählbrett überwacht wird.Foto: Ötting

Svea Siebert beim Eintritt in den Beckenbereich, für den die Maximalzahl von 30 Badegästen mittels Zählbrett überwacht wird. Foto: Ötting

Großenvörde 28.06.2020 Von Die Harke

Start in die 60. Badesaison

Das Freibad in Großenvörde hat seit Samstag geöffnet

Vielversprechend begann die Badesaison im Großenvörder Freibad. Nach ergiebigen Regenschauern am frühen Vormittag, zeigte sich am vergangenen Samstag pünktlich um 10 Uhr zur Eröffnung des Beckens die Sonne, und die ersten Badegäste konnten bei schönstem Wetter das erfrischende, 22 Grad warme Wasser genießen.

Die Aufsichtskräfte des ersten Tages, Sandra Schwick und Bianka Siebert, hatten alle Hände voll zu tun, um zum einen die vielen zusätzlichen Aufsichts- und Reinigungstätigkeiten auszuführen und zum anderen den Besuchern das Hygienekonzept zu erläutern, das die Großenvörder Kulturgemeinschaft unter Führung des SC Grün-Weiß in enger und sehr guter Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Uchte erstellt hatte.

Doppel-Aufsichtsteam im Einsatz

Aufgrund der zusätzlichen Anforderungen ist so erstmals in Großenvörde ein Doppel-Aufsichtsteam im Einsatz. Dieses setzt sich zumeist aus den Aufsichtskräften zusammen, die – wie sonst auch – von der DLRG Uchte und dem SC Grün-Weiß Großenvörde gestellt werden. Darüber hinaus steht aber auch ein Pool von mehr als 30 Freiwilligen zur Verfügung, die im Bedarfsfall als Co-Aufsichtskraft eingeteilt werden können. So kann „Chef-Personalplaner“ Holger Barg bei dieser nicht trivialen Aufgabe glücklicherweise aus einem beachtlichen Reservoir schöpfen.

Es ist offensichtlich, dass 2020 eine besondere Badesaison sein wird, und so war dem Aufsichts-Tandem Bianka Siebert und Sandra Schwick auch eine erhöhte Aufmerksamkeit anzumerken, da es naturgegeben bei Premieren eben noch keine Routine geben kann. Unter dem Strich zeigten sich die beiden dann sehr zufrieden: „Die Besucher ziehen super mit, nehmen Rücksicht, fragen, ob sie helfen können und erfüllen auch die abverlangten Aufgaben zu 100 Prozent“.

So ist in Großenvörde auch Mitarbeit gefragt: Die Besucher sollen die Einzelumkleiden nach der Nutzung selbst mit Desinfektionsmittel reinigen, und die Überwachung der maximalen Gästezahl im Becken (30) und auf dem Gelände (100) funktioniert mittels „Zählbrettern“, an die am Eingang ausgegebene Schlüsselanhänger zu hängen sind. Siebert und Schwick erinnern gerne noch einmal daran, dass die Gäste bitte im Eingangsbereich die Mund-Nasen-Maske tragen, sich beim Betreten die Hände desinfizieren und unbedingt in die Anwesenheitslisten eintragen.

Das Abstandhalten im Becken selbst funktioniert bisher sehr gut, und alle haben sich schnell an den vorgegebenen Kreisverkehr gewöhnt.

Sprungbrett und Rutsche können genutzt werden. Es ist etwas Übersicht und Verständnis für den jeweils anderen gewünscht, und am Start-Wochenende war beides wirklich bei allen Besuchern vorhanden.

Großenvörder freuen sich auf sehr schöne Freibadsaison

So freuen sich die Großenvörder auf eine besondere und hoffentlich sehr schöne Freibadsaison. Der 1. Vorsitzende des SC Grün-Weiß Großenvörde, Clas Ötting, weiß dabei die Unterstützung aus Politik und Verwaltung sehr zu schätzen: „Es ist wirklich nicht selbstverständlich, wie unser Samtgemeinde-Bürgermeister Reinhard Schmale mit seinem Team die Bäder unterstützt. Wir finden stets offene Ohren und Türen, beispielsweise bei Anke Struckmann, Nils Schiweck oder Ina Kammann, sodass wir pragmatisch und dennoch sorgfältig Lösungen erarbeiten und schnell umsetzen können. Gerade in diesem Jahr des 60.

Bestehens des Freibades wäre es besonders schade gewesen, wenn wir nicht hätten öffnen können. Auch wenn die Geburtstags-feier, die eigentlich im Rahmen des Beachparty-Wochenendes hätte starten sollen, leider entfallen muss.“

Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne. Wie DIE HARKE berichtete, gibt es positive Signale für eine Sanierung des Bades im Rahmen des Dorfentwicklungsplanes. „Wir freuen uns schon sehr darauf, endlich anpacken zu können. Das Freibad ist technisch einfach am Ende seiner Lebenszeit angekommen. Aller Einsatz, den die Großenvörder hier bringen, kann nicht vertuschen, dass wir kurzfristig handeln müssen, um den Badebetrieb zu sichern. Die ,lebenserhaltenen‘ Maßnahmen, die wir bis heute bringen, werden leider nicht mehr lange ausreichend sein – es ist Zeit für die ,große Operation‘ – sprich die geplante Sanierung und den Umbau. Und das Bad ist bei den Maßnahmen, die im Rahmen der Dorfentwicklung für Großenvörde geplant sind, ganz einfach die Top-Priorität“, sagt Ötting.

Bis dahin freuen sich die Großenvörder auf viele Besucher in dieser Saison, die zu folgenden Öffnungszeiten ihre Bahnen im Kreisverkehr gegen den Uhrzeigersinn ziehen können: Montag bis Feitag: 14 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag: 10 bis 20 Uhr.

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Erstellt:
28. Juni 2020, 19:58 Uhr
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