Die Samtgemeinde Steimbke hat für Rodewald eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen beschlossen  Birgit Schneider

Die Samtgemeinde Steimbke hat für Rodewald eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen beschlossen Birgit Schneider

Rodewald 20.01.2018 Von Die Harke

Steimbke schützt Streunerkatzen

Kastrationspflicht für freilaufende Hauskatzen für Rodewald beschlossen / Infoveranstaltung

Die Samtgemeinde Steimbke hat eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen eingeführt. Damit soll verhindert werden, dass freilaufende Hauskatzen weiter zur stetig wachsenden Streunerpopulation beitragen. Anlass war ein Antrag der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ und des örtlichen Tierschutzvereins „Glückskatzen-Tierhilfe in Rodewald“.

Informationsveranstaltung am 29. Januar

Die Verwaltung der Samtgemeinde Steimbke mit Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann an der Spitze lädt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Glückskatzen- Tierhilfe in Rodewald“ und „Vier Pfoten“ zu einer Informationsveranstaltung über die neue Kastrationsverordnung ein.

Die Veranstaltung findet am Montag, 29. Januar, um 19 Uhr im „Hotel zur Post“, Stöckser Straße 4 in Steimbke statt.

Von Ende Januar bis Anfang Februar wird „Vier Pfoten“ in der Samtgemeinde Steimbke eine Kastrationsaktion für Streunerkatzen durchführen. Dafür benötigen die Tierschützer konkrete Zahlen zur Population der Streunerkatzen und bitten schon jetzt um die Mithilfe der Bevölkerung: Wer kennt die Aufenthaltsorte oder Verstecke der streunenden Katzen, und wie groß sind die Populationen etwa?

Eine Katzenpopulation entsteht nicht über Nacht. Streunerkatzen paaren sich mit Hauskatzen mit Freigang und vergrößern so über die Zeit die Population. Jede unkastrierte Hauskatze mit Freigang trägt zum Wachstum der Streunerpopulation bei. Da Katzen bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif werden und pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen können, wird die Situation stetig schlimmer.

Streunerkatzen leiden an Hunger, Parasiten und unbehandelten Infektionskrankheiten wie Leukose, FIP (Bauchfellentzündung) und FIV (Katzen-Aids). Die meisten Streunerkatzen sterben jung: Nur vier Jahre alt wird eine wildlebende Katze im Durchschnitt, Wohnungskatzen dagegen zwischen 12 bis 14 Jahren.

Bundesweite Lösung in weiter Ferne

„Vier Pfoten“ fordert und unterstützt die Einführung einer bundesweiten Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Hauskatzen. Eine bundesweite gesetzliche Regelung scheint jedoch noch in weiter Ferne zu liegen. Bis es soweit ist, arbeitet „Vier Pfoten“ zusätzlich intensiv auf lokaler Ebene. Über 350 Städte und Gemeinden haben bereits eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen erlassen.

Die Katzenverordnung ist zunächst für drei Jahre auf das Gebiet der Gemeinde Rodewald begrenzt.

Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.vier-pfoten.de/projekte/streunerhilfe/streunerhilfe-deutschland/.

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Erstellt:
20. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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