Die Stelen sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Foto: Arbeitskreis Gedenken

Die Stelen sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Foto: Arbeitskreis Gedenken

Nienburg 08.11.2020 Von Edda Hagebölling

Stelen für die NS-Opfer

Guten Tag – ein Kommentar

Walken, Spazierengehen, allein oder mit einen weiteren Haushalt... Das aktuelle, gar nicht trübe Novemberwetter kann beileibe nicht als Ausrede dafür herhalten, warum man nicht auch im Lockdown ein bisschen was für Leib und Seele tun könnte.

Trifft man dabei auf weitere Gleichgesinnte, stellt man fest: ein kleiner Klönschnack – selbstredend mit Abstand – ist irgendwie immer drin. Beim Bummel durch Nordertor und Ahornbusch ebenso wie unweit der Bahnstrecke zwischen Haßbergen und Rohrsen, wo man damit rechnen musste, dass gleich der Zug mit den Castoren vorbeikommen würde. Informativ auch die Runde Marion Dönhoff Gymnasium - Neue Straße - Weserwall.

Auf dem Schulhof des MDG fand, wie berichtet, der Verkauf der Baumpatenschaften für Nienburgs neuen Klimawald statt. Mit überragendem Erfolg. Einzelheiten lesen Sie in der kommenden Ausgabe. In der Neuen Straße erfuhr man mit Schrecken, dass in der Zeit, in der die Brücke über den Meerbach gesperrt war und die Neue Straße mit ihrem Kopfsteinpflaster als Alternative ausgewiesen war, etliche ältere Frauen mit ihren Rollatoren zu Fall gekommen sind oder Radfahrer nach Einbruch der Dunkelheit ungebremst gegen die Schranke geprallt sind.

Emsiges Gewusel dann auf dem Weserwall. Zum einen wurden die letzten Überreste des Weser Beach abtransportiert, zum anderen rückte der städtische Bauhof gerade all dem Laub zuleibe, das sich im Bereich zwischen Weserstraße und Avacon angesammelt hatte. Anlass war womöglich der Festakt, der heute im kleinen Kreis stattfindet. Dort, wo bisher an die Opfer der beiden Weltkriege erinnert wurde, werden die vier Stelen eingeweiht, die ab sofort auch an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen.

Dieser Ort des Gedenkens soll Schulen künftig als „Offenes Klassenzimmer“ dienen. Doch bestimmt gibt es auch Erwachsene, die sich nicht vor der Tatsache verschließen, dass Deutschlands unrühmliche Vergangenheit auch vor der eigenen Haustür stattgefunden hat.

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Erstellt:
8. November 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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