Zehn Kommunen, 30 Termine, 750 Kilometer: frau+wirtschaft blickt auf erfolgreiche Infomobiltour zurück. frau+wirtschaft

Zehn Kommunen, 30 Termine, 750 Kilometer: frau+wirtschaft blickt auf erfolgreiche Infomobiltour zurück. frau+wirtschaft

Landkreis 28.09.2019 Von Edda Hagebölling

Steuerklassen-Flyer besonders gefragt

Zehn Kommunen, 30 Termine, 750 Kilometer: frau+wirtschaft blickt auf erfolgreiche Infomobiltour zurück

Zehn Tage, zehn Kommunen, 30 Termine. Mit diesem Plan hatte sich Katrin Fedler von der Koordinierungsstelle frau+wirtschaft in Nienburg am Montag, dem 9. September, auf den Weg durch den Landkreis Nienburg gemacht. Jeden Tag wurde eine andere Samtgemeinde angesteuert. Ziel waren morgens und mittags die Kindergärten und in der Zeit dazwischen die Rathäuser oder – wie in Steyerberg – der Wochenmarkt.

Katrin Fedlers Hauptanliegen bestand darin, Frauen zu beraten, die wieder in den Beruf einsteigen oder sich beruflich verändern wollen. Unterstützt wurde sie dabei im Wechsel sowohl von ihren Kolleginnen Friederike Schäfer und Catrina Lohmeyer als auch von Petra Bauer, Frauenbeauftragte des Landkreises Nienburg.

Nach Ablauf der Aktion, die in dieser Form zum vierten Mal stattfand, zog die Ko-Stellen-Mitarbeiterin etwas geschafft, aber hoch zufrieden – und mit 750 Kilometern mehr auf dem Tacho des von der Avacon zur Verfügung gestellten Elektroautos – eine rundum positive Bilanz.

„Die zurückliegenden zwei Wochen haben total viel Spaß gemacht, ich freue mich schon auf das nächste Jahr“, so das spontane Fazit. Allerdings war es auch häufig ganz schön kalt, wenn die Infomobil-Frauen das erste Mal morgen um 7.30 Uhr ihren Stand vor den Kitas in den Samtgemeinden Steimbke, Liebenau, Mittelweser, Uchte Grafschaft Hoya und Heemsen, dem Flecken Steyerberg und den Städten Rehburg-Loccum und Nienburg aufbauten.

„Doch überall sind wir mit offenen Armen empfangen und mit warmen Getränken versorgt worden“, so Catrina Lohmeyer im Gespräch mit der HARKE am Sonntag.

Die Frauen, die ihre Kinder morgens in die Kita brachten oder mittags dort abholten und das Gespräch mit den Mitarbeiterinnen von frau+wirtschaft suchten, interessierten sich zum einen für das umfangreiche Programm der Koordinierungsstelle. Nicht selten wurden auch gleich vor Ort kleine Beratungsgespräche geführt oder Termine vereinbart.

Besonders gefragt war außerdem der von Petra Bauer herausgegebene Flyer, aus dem hervorgeht, dass nicht zwingend der – in der Regel besser verdienende – Partner die für ihn günstigere Steuerklasse III und die – in der Regel schlechter verdienende – Frau die für sie mehr als ungünstige Steuerklasse V haben muss. Der Flyer mit dem Titel „Lohnsteuer fair aufgeteilt“ ist in den Rathäusern, bei frau+wirtschaft am Goetheplatz in Nienburg oder unter gleichstellungsbeauftragte@kreis-ni.de zu bekommen.

Groß war auch das Interesse an dem Workshop „Businessplan leichtgemacht“, den frau+wirtschaft am 30. Oktober und 13. November jeweils von 9.15 bis 14 Uhr anbietet. „Offenbar tragen sich mehrere Frauen mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen“, so Catrina Lohmeyer.

Doch damit nicht genug. Weil frau+wirtschaft auch an dem Alleinerziehenden-Café beteiligt ist, das am 8. November von 16 bis 18 Uhr erstmals in der Kita St. Michael in Nienburg stattfindet, hatten die Ko-Stellen-Frauen auch zu diesem Thema einen kleinen Flyer mit allen wichtigen Eckdaten dabei.

DIE HARKE am Sonntag wird über dieses Projekt in einer der nächsten Ausgaben ausführlich berichten.

Katrin Fedler mit Petra Bauer in Hoya. frau+wirtschaft

Katrin Fedler mit Petra Bauer in Hoya. frau+wirtschaft

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Erstellt:
28. September 2019, 20:18 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

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