Der Bauwagenbrand war deutlich größer als erwartet. Foto: Glauer

Der Bauwagenbrand war deutlich größer als erwartet. Foto: Glauer

Steyerberg 03.01.2020 Von Thomas Glauer

62-Jährige rettet sich in letzter Sekunde

Steyerberg: Fahrzeugbrand entpuppt sich als Gebäudefeuer / Explosionsgefahr durch Gasflaschen / 70 Kräfte mit sechs Rohren im Einsatz

Eine 62-jährige Frau hatte Glück im Unglück: Als sie in der Nacht zu Mittwoch in ihrem zu Wohnzwecken gebrauchten Bauwagen in Steyerberg erwachte, stand dieser bereits in Flammen. Die Frau rettete sich mit einem Sprung gerade noch rechtzeitig ins Freie. Wie die Polizei gestern mitteilte, erlitt sie eine Rauchgasvergiftung und einen Schock.

Die Brandursache ist demnach noch unklar; die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Die Schadenhöhe beziffert die Polizei auf rund 60.000 Euro.

Um 1.46 Uhr wurde unter dem Stichwort „Fahrzeugbrand klein“ zunächst lediglich die Ortsfeuerwehr Steyerberg in den Borsteler Weg gerufen. Aufgrund des weithin sichtbaren Feuerscheins forderte der Einsatzleiter noch auf der Anfahrt um 1.54 Uhr die Feuerwehr Deblinghausen nach.

Nach rund zweieinhalb Stunden war der Brand gelöscht. Foto: Glauer

Nach rund zweieinhalb Stunden war der Brand gelöscht. Foto: Glauer

„Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Brandobjekt nicht nur um einen Bauwagen handelte, sondern dieser durch zahlreiche Anbauten einem Gebäude glich“, berichtet Steyerbergs Feuerwehrpressesprecher Thomas Glauer. Aufgrund der in diesem Bereich problematischen Wasserversorgung, der Größe des Brandobjektes und des Funkenfluges wurden um 2.07 Uhr die Feuerwehren aus Wellie, Sehnsen und Sarninghausen nachalarmiert.

Die Wasserversorgung wurde von einem rund 350 Meter entfernten Unterflurhydrant aus aufgebaut. Die insgesamt rund 70 Kräften konnten ein Übergreifen auf andere Bauwagen in diesem Bereich verhindern. Die Behausung der 62-Jährige brannte indes vollständig aus. Gefahr ging von zwei Gasflaschen in dem Objekt aus. „Diese befanden sich jedoch am Rand und hatten abgeblasen, also das Gas abgelassen, wodurch sich die Gefahr einer Explosion wesentlich verringert hatte“, betont Glauer.

Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Foto: Glauer

Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Foto: Glauer

Nach knapp einer Stunde hatten die Feuerwehren das Feuer unter Kontrolle, eine weiter halbe Stunde später gelöscht. Gegen 4.15 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ein. Die Frau wurde in die Heliosklinik nach Stolzenau gebracht.

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Erstellt:
3. Januar 2020, 08:12 Uhr
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