Die 1726 erbaute Meyersiek’sche Mühle in Steyerberg. Noch heute liefern zwei Turbinen Strom. Foto: Mittelweser-Touristik

Die 1726 erbaute Meyersiek’sche Mühle in Steyerberg. Noch heute liefern zwei Turbinen Strom. Foto: Mittelweser-Touristik

Steyerberg 20.08.2021 Von Die Harke

Steyerberg mit dem Fahrrad entdecken

Mittelweser-Touristik stellt zwei Rundtouren über 15 und 30 Kilometer durch den Flecken vor

Bizarre Bäume und ein eindrucksvoller Ausblick: Das gibt es für Radfahrer auf den beiden Radtouren „Dorf und Natur“ (rund 15 Kilometer) und „Moor und Öl“ (etwa 30 Kilometer) im Flecken Steyerberg zu bestaunen. Die Mittelweser-Touristik stellt diese Touren, die für die ganze Familie geeignet sind, vor:

„Auf gut ausgebauten und beschilderten Radwegen geht es durch Moor, Wald und Wiesen rund um Große Aue und Weser. Ausgangs- und Zielpunkt beider Touren ist der Marktplatz in Steyerberg. Als besonders sehenswert gleich zu Beginn ist der historische Kern Steyerbergs mit der von zwei Armen der Aue umflossenen Jacobiinsel. Der auf der Insel malerisch gelegene historische Amtshof von 1550 war einst nur über eine Zugbrücke zu erreichen und ist heute Sitz der Verwaltung.

Tolle Aussicht vom Januarsberg

Zu den 125 ältesten Sandsteinbrücken ihrer Art in Deutschland gehört die Aue-Brücke. Sie ist aus dem Jahre 1726, überspannt einen der beiden Flussarme und wird noch heute für den Verkehr genutzt. Gestaut wird die Aue im Bereich der Meyersiek’schen Mühle, bestehend aus einer Sägemühle und einer Schrotmühle, die erstmals 1245 als Vogteimühle erwähnt wurde. Bis heute liefern zwei Turbinen Strom.

Vorbei an der ökologischen Modellsiedlung „Lebensgarten“ erreichen die Radler den höchsten Punkt Steyerbergs, den Januarsberg. Vom dortigen Aussichtsturm bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die nähere Umgebung, die umliegenden Ortschaften und die Landschaft mit ausgedehnten Heide-, Wald- und Ackerflächen.

Die Tour ‚Moor und Öl‘ führt vom Januarsberg nach Hesterberg und im weiteren Verlauf über den Fichtendamm durch das Große Borsteler Moor. Hier können sich Radler mit Informationen zur Torfgewinnung und Renaturierung versorgen. Zahlreiche Erdölpumpen säumen die Strecke, denn im Ortsteil Voigtei wird bereits seit 1953 Erdöl gefördert und aufbereitet. Über Eckershausen, Düdinghausen und Sarninghausen führt die Tour wieder zurück nach Steyerberg.

Tour „Dorf und Natur“ führt ins Naturschutzgebiet Eichenkratt

Die Radtour ‚Dorf und Natur‘ führt in das Naturschutzgebiet Eichenkratt mit seinen sagenumwobenen Bäumen. Das Gebiet ist 1,89 Hektar groß und steht seit 1939 unter Naturschutz. Die Bezeichnung leitet sich aus dem norddeutschen Wort ‚Kratt‘ (= Eichengestrüpp) ab und beschreibt, dass die Bäume so aussehen, als wüchse ihre Krone ohne Stamm direkt aus dem Boden.

In Deblinghausen ist ein Besuch im Heimatmuseum lohnenswert, einem ehemaligen Schafstall, in dem Orts- und Regionalgeschichte, Handwerk und bäuerliche Produktionsmethoden ausgestellt sind. Auf dem Rückweg nach Steyerberg bietet sich der Aufstieg über die Hexentreppe zum Aussichtspunkt Knappsberg an.“

Unter www.mittelweser-tourismus.de gibt es die Radtouren kostenfrei als pdf-Download und als GPX-Datei für GPS-Geräte. Ein kostenfreies Faltblatt zur Radtour ist erhältlich bei der Mittelweser-Touristik. (0 50 21) 91 76 30, info@mittelweser-tourismus.de.


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.