Annika Büsching DH

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Kolumnen 13.08.2017 Von Annika Büsching

Stinkender Protest

Eigentlich ist im Steyerberger Pfarrbusch alles in bester Ordnung: Heimatverein und Gemeinde halten das Naherholungsgebiet picobello in Schuss. Doch zuletzt hat es unappetitliche Zwischenfälle gegeben: Am Pavillon wurden wiederholt Hundekottüten liegen gelassen. Weder bei den Heimatfreunden, noch in Verwaltung oder Politik, wo der Steyerberger Ortsrat jüngst drüber diskutierte, geht man davon aus, dass die Tütchen mit dem stinkenden Inhalt vergessen worden sind. Dafür seien es zu viele gewesen, manches Mal seien sie gar fein säuberlich drapiert worden. Ortsbürgermeisterin Christa Stigge spricht von „Protest“.

Sie geht davon aus, dass eine Sparmaßnahme für Unmut gesorgt hat: Um Kosten zu minimieren, hat die Gemeinde mehrere Papierkörbe, um die sich der Bauhof gekümmert hat, abbauen lassen. Unter anderem den Mülleimer am Pavillon im Pfarrbusch. „Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln“, sagt [DATENBANK=5978]Heinrich Hemker, der Vorsitzende des Heimatvereins[/DATENBANK]. „Vielleicht hätte man erst einmal die Leerungsabstände vergrößern können, statt zu so einer radikalen Lösung zu greifen?“ Er und seine Mitstreiter „sehen das nun mit Grausen“, sagt Hemker. Die Hundekottüten zu entfernen, dafür sei sein Verein allerdings nicht zuständig: „Wir sind doch nicht die Aufräumer der Nation!“

Stigge appelliert an die Hundehalter, die Tüten im nächsten Mülleimer zu entsorgen, ansonsten drohe ein Bußgeld. „Das ist doch einfach ekelig. Man muss sich ja nur vorstellen, dass Kinder draufgreifen.“

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Erstellt:
13. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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