Die Feuerwehr setzte den Jungstorch über die Drehleiter wieder in sein Nest. Foto: Henkel

Die Feuerwehr setzte den Jungstorch über die Drehleiter wieder in sein Nest. Foto: Henkel

Nienburg 21.06.2020 Von Marc Henkel

Störche auf Testflug: Tierischer Einsatz für die Feuerwehr

Jungstorch verletzt sich bei Absturz nur leicht und wird zurück ins Nest gesetzt

Kurz nach 18 Uhr ereilte die Feuerwehr Nienburg ein tierischer Einsatz: Storchenrettung! Zuvor hatten Spaziergänger in der Langen Straße in Nienburg die drei Jungstörche bei ihren Flugversuchen beobachtet.

„Auf einmal ging der eine Jungstorch schnell nach unten und es polterte“, beschrieben die Spaziergänger die Szene. Erste Versuche, einen Blick auf den Storch zu bekommen, der scheinbar zwischen zwei Häuser stürzte, schlugen fehl. Anwohner eines der Häuser wurden auch nicht angetroffen, sodass man die Feuerwehr um Hilfe bat.

Der Brandmeister vom Dienst sondierte zunächst die Lage und orderte ein weiteres Feuerwehrfahrzeug hinzu, da der Storch in etwa vier Metern Höhe zwischen den Häusern zu liegen schien. Mit einer Leiter des nachrückenden Fahrzeuges gelang es den Einsatzkräften, zu dem Storch vorzudringen. Anschließend wurde Meister Adebar zur Sichtung an einen Mitarbeiter der Landesforstbehörde übergeben. Dieser wurde zeitgleich mit der Feuerwehr über die Situation informiert.

Da der etwa sechs bis acht Wochen alte Storch nur leichte Verletzungen aufwies, entschied man sich, das Jungtier mittels der Drehleiter wieder in das Nest zu setzen.

Gerade als man abfahrbereit war, sahen die Einsatzkräfte, wie ein weiterer Storch aus dem Nest stürzte und nicht mehr sichtbar war. Erneut brachte man die Drehleiter in Stellung. Bei der Erkundung konnte aber Entwarnung gegeben werden: Der zweite Storch war bei seinem ungewollten Ausflug auf einem Zwischendach gelandet, sodass in Absprache mit der Landesforstbehörde keine weiteren Maßnahmen nötig waren.

Viele Passanten, die die Rettungsaktion der Feuerwehr beobachtet hatten, waren erstaunt über die Größe des Jungtieres, aber auch froh, dass dem Tier geholfen werden konnte.

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Erstellt:
21. Juni 2020, 20:11 Uhr
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