Seit August standen die zuletzt vom Jobcenter genutzten Räumlichkeiten am Siedlerhof leer. Nach einem Umbau sollen dort Senioren einziehen. Hammes

Seit August standen die zuletzt vom Jobcenter genutzten Räumlichkeiten am Siedlerhof leer. Nach einem Umbau sollen dort Senioren einziehen. Hammes

Stolzenau 17.11.2017 Von Die Harke

Stolzenau bekommt eine Senioren-WG

Im ehemaligen Jobcenter auf dem Siedlerhof entstehen barrierefreie Wohneinheiten / Motto: „Familiäres Wohnen inmitten des Grünen“

Sieben Jahre lang waren in der Bürgermeister-Heuvemann-Straße in Stolzenau das Arbeitsamt und das [DATENBANK=5543]Jobcenter[/DATENBANK] des Landkreises angesiedelt. Im August sind diese umgezogen, nun werden die Gebäude in der Nachbarschaft des Siedlerhofs Stolzenau einer neuen Nutzung zugeführt. Das teilt Eigentümer Michael Hammes mit. Er plant die Einrichtung einer ambulant betreuten Senioren-Wohngemeinschaft. „Die Baugenehmigung liegt seit kurzem vor, die Umbauarbeiten haben begonnen.“ Hammes zufolge entstehen elf Appartements mit jeweils eineinhalb Zimmern mit einer Größe zwischen 16 und 25 Quadratmetern und jeweils einem Badezimmer. „Dazu wird eine große Anzahl an Gemeinschaftsräumen eingerichtet, wie zum Beispiel der 63 Quadratmeter große Gemeinschaftsraum mit Küche, ein separates Fernsehzimmer und Zubehörräume, die allen Bewohnern zur Nutzung zur Verfügung stehen. Alle Räume sind barrierefrei und rollstuhlgerecht und liegen ebenerdig.“

„Familiäres Wohnen inmitten des Grünen“ hat Hammes als Motto gewählt: „Der Standort der neuen selbstbestimmten und ambulant betreuten Senioren-WG liegt am Rande der ehemaligen holländischen Kaserne. Aus allen Räumen blickt man ins Grüne, Vögel zwitschern.“ Hammes führt derzeit Gespräche mit den örtlichen, ambulanten Pflegediensten. Sie sollen die ambulante Pflege in der Wohngemeinschaft sicherstellen, die Bewohner bei alltäglichen Aufgaben und Anträgen unterstützen.

„Diese sollen so lange wie möglich durch die Bewohner selbst verrichtet werden“, sagt Hammes. „Es soll gemeinsam gekocht, abends zusammen ferngesehen oder Karten gespielt werden und die Bewohner, die dazu noch in der Lage sind, können auch ihre Wäsche selbst waschen und aufhängen. Weitere regelmäßige Freizeitaktivitäten sind in Kooperation mit dem Siedlerhof geplant. Für die Gartenpflege und den Winterdienst wird eine außenstehende Firma beauftragt.“ Ein Plus sei der Supermarkt in direkter Nachbarschaft.

Durch den Pflegedienst sei auch die Betreuung der höheren Pflegegrade drei bis fünf sichergestellt. Diese könnten in privaten Wohnräumen zumeist nicht zufriedenstellend betreut werden, sagt Hammes. Die geplante Einrichtung knüpfe genau hier an: „Geplant ist, dass die Bewohner mit mittlerem Pflegegrad in die Einrichtung eintreten.

Zielgruppe sind hier Menschen, die auf Grund des Alters oder einer Erkrankung (Schlaganfall, Demenz, Alzheimer oder Ähnliches) nicht mehr alleine zu Hause zurechtkommen und eine Betreuung benötigen, aber nicht in eine große Wohnheim-Einrichtung umziehen wollen.“ Jeder Bewohner bringe seine eigenen Möbel mit. Ziel sei, dass sich im Laufe der Zeit eine familiäre Gemeinschaft entwickelt. Zugleich gebe es für den Einzelnen aber eine größere Privatsphäre als in klassischen Seniorenheimen.

Ein Erstbezug der Wohnanlage ist Hammes zufolge ab Anfang 2018 geplant.

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Erstellt:
17. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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