Das Foto zeigt (von links): Lothar Gerner (erweiterter Kreisgruppen-Vorstand BUND), Dr. Reinhard Löhmer, Roswitha Löhmer-Eigner, Klaus Gänsslen (Leiter Naturschutzbehörde), Leonie Bartkowski, Erk Dallmeyer, Jens Brüning (alle Kreisgruppen-Vorstand BUND) bei der Verabschiedung Anfang März. Foto: Landkreis Nienburg

Das Foto zeigt (von links): Lothar Gerner (erweiterter Kreisgruppen-Vorstand BUND), Dr. Reinhard Löhmer, Roswitha Löhmer-Eigner, Klaus Gänsslen (Leiter Naturschutzbehörde), Leonie Bartkowski, Erk Dallmeyer, Jens Brüning (alle Kreisgruppen-Vorstand BUND) bei der Verabschiedung Anfang März. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 30.03.2020 Von Die Harke

„Storchenvater“ Löhmer verabschiedet

Dank für über 50 Jahre engagierter ehrenamtlicher Einsatz für die Nienburger Weißstörche

Mehr als 60 Besucher kamen Anfang März zum Vortrag des Storchenbetreuers Dr. Reinhard Löhmer, noch vor dem Kontaktverbort aufgrund der Corona-Krise, um den Referenten anschließend gebührend zu verabschieden. Mehr als 50 Jahre hatte Dr. Löhmer die ehrenamtliche Betreuung der Störche im Landkreis Nienburg übernommen.

Zum Vortrag hatte die BUND-Kreisgruppe in das Kulturwerk in Nienburg eingeladen. Dr. Löhmer stand in den vergangenen fünf Jahrzehnten auch Bürgern mit Rat und Tat zur Seite. „Die von ihm übernommenen Aufgabenfelder waren sehr vielseitig und reichten von Erfassung des jährlichen Brutbestandes über Bergung von verletzten Störchen bis hin zur Hilfe beim Nestbau. Als Biologe und Mitarbeiter der Tierärztlichen Hochschule Hannover brachte Dr. Löhmer eine besondere fachliche Kompetenz mit in das Ehrenamt, was natürlich ein besonderer Glücksfall für den Landkreis Nienburg und seine Störche war“, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung.

Am Anfang seines Ehrenamtes habe er neun Horstpaare im gesamten Landkreis betreut. Bis zu den 80er-Jahren sei die Zahl der Störche im Landkreis immer weiter gesunken, und erst um das Jahr 2000 sei ein Anstieg in der Storchenpopulation zu verzeichnen gewesen. „Heute hat sich der Storchenbestand mehr als erholt. Ab 2010 waren doppelt so viele Störche erfasst worden, wie in den Jahren des Tiefstands. Die Zahl ist weiter gewachsen und es gibt mittlerweile 55 Horstpaare mit insgesamt 117 Jungtieren, die über den gesamten Landkreis verteilt sind. Bei der grafischen Aufbereitung der Bestandsentwicklungen wurde Dr. Löhmer immer tatkräftig durch seine Frau Roswitha Löhmer-Eigner unterstützt“, heißt es in der Meldung weiter.

Für dieses jahrzehntelange außergewöhnliche Engagement bedankte sich im Anschluss an den Vortrag der Leiter der Naturschutzbehörde Klaus Gänsslen persönlich bei Dr. Löhmer mit zwei Gutscheinen für die Elbphilharmonie und einem mit persönlicher Widmung von Landrat Detlev Kohlmeier versehenen Buchpräsent.

Zukünftig wird Hermann Brockmann die Storchenbetreuung im Landkreis Nienburg übernehmen. Noch ist er Revierleiter beim Forstamt Nienburg. Zeitnah wird er in den Ruhestand gehen und wurde bereits von Dr. Löhmer eingearbeitet.

Aktuell sollen alle Anfragen zum Weißstorch aber noch über die Naturschutzbehörde laufen unter Telefon (0 50 21) 96 78 75 oder per E-Mail unter natur@kreis-ni.de.

Zum Artikel

Erstellt:
30. März 2020, 08:43 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.