Die neue Ladesäule am Steimbker Rathaus kann kostenlos genutzt werden. Foto: Samtgemeinde Steimbke

Die neue Ladesäule am Steimbker Rathaus kann kostenlos genutzt werden. Foto: Samtgemeinde Steimbke

Steimbke 21.07.2020 Von Die Harke

Streit um Friedhofsgebühren beendet

Neue Schiedsperson gewählt / Kostenlose Nutzung der E-Säule am Steimbker Rathaus

Der einzige Punkt auf der Tagesordnung des Steimbker Samtgemeinderates, um den es ernsthafte Debatten gab, las sich völlig unverdächtig: Es ging um den „Gebührentarif zur Gebührensatzung für Friedhöfe und Kapellen“.

Doch die Frage, wie viel für welche Gräber künftig zu bezahlen ist, hatte im Vorfeld für Auseinandersetzungen gesorgt, teilt die Samtgemeindeverwaltung mit.

Die künftigen Friedhofsgebühren waren bereits bei der vorigen Steimbker Samtgemeinderatssitzung behandelt worden; eine Entscheidung wurde aber angesichts erheblichen Gesprächsbedarfs vertagt. Peter Bartsch (Wählergemeinschaft), Vorsitzender des zuständigen Fachausschusses, betonte, die Friedhofgebühren müssten auskömmlich sein. Das seien sie derzeit nicht. Eine Anpassung sei unumgänglich.

Dem stimmten auch die Fraktionen zu. Diskussionen hatte es allerdings um das „Wie“ der Anpassung gegeben. Kämmerin Isabell Josten erläuterte ein Modell der Verwaltung. Kernpunkte: Für ein Urnen-Reihengrab sind künftig 175 Euro zu bezahlen. Wahlgrabstellen kosten zwischen 350 Euro pro Grab bei zwei Stellen (beispielsweise Eheleute) und 320 Euro bei acht Stellen (etwa als Grablege für eine komplette Familie).

Das erwies sich als, so Bernd Höper (CDU), „guter Kompromiss“, den der Rat einstimmig verabschiedete.

Investiert wird ins Hallenbad Steimbke: Das Bad braucht einen neuen Poolreiniger, Schwallwasserbecken und Filteranlage müssen saniert werden. Kostenschätzung: rund 20 .500 Euro.

Auf Initiative von Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann wird aus der Ladesäule für das E-Auto der Samtgemeinde am Rathaus künftig eine öffentliche „Strom-Tankstelle“: Die PV-Anlage auf dem Rathausdach liefere reichlich Energie; man könne und solle die Säule der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stellen. Der Rat stimmte zu: ab sofort kann dort täglich 6 bis 22 Uhr Strom getankt werden.

Neue Schiedsperson der Samtgemeinde ist nach dem einstimmigen Votum des Rates die Steimbker Justizfachangestellte Sandra Brase. Sie folgt Dirk Schindler nach, der sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte.

Aus der Bürgerschaft kam die Frage, ob die Samtgemeinde vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einnahme-Ausfälle mit Ausgleichszahlungen vom Land rechnen könne? Das sei geplant, so Kämmerin Josten: Vorgesehen seien Ausgleichszahlungen für nicht entrichtete Gewerbe- und Einkommenssteuern.

Auf die Frage nach der Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebietes im Raum Meinkingsburg/Husum sagte Samtgemeindebürgermeister Hallmann, die Studierenden der TU Berlin, die seinerzeit ein Ranking der kreisweit infrage kommenden Flächen vorgenommen hatten, hätten inzwischen einen Plan für das weitere Vorgehen entwickelt.

Die Ausführungen der angehenden Stadtplaner fänden sich fast wörtlich im Entwurf für das Raumordnungsprogramm des Landkreises; man sei also „auf einem richtig guten Weg“. Wollten sich weitere Kommunen beteiligen, so sei die Tür offen.

Zum Artikel

Erstellt:
21. Juli 2020, 17:36 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.