Stricksachen für gute Zwecke: Angelika Rabe, Elfriede Hornecker, Christa Stark, Eva-Maria Porath, Elke English, Ingrid Badusche und Annette Duda (von links) im Heimatmuseum. Achtermann

Stricksachen für gute Zwecke: Angelika Rabe, Elfriede Hornecker, Christa Stark, Eva-Maria Porath, Elke English, Ingrid Badusche und Annette Duda (von links) im Heimatmuseum. Achtermann

Hoya 25.11.2017 Von Horst Achtermann, Von Die Harke

Stricken mit Konzentration und Körperspannung für gute Zwecke

Frauen treffen sich zum Handarbeiten und zu Gesprächen über Kochen und Lesen

Beton- und Metallpoller in Hoya wurden von 15 Strickerinnen mit gestrickten Schals und Mützen angezogen, die Wolle wurde gesponsert. „Gute Laune für die Einwohner und Besucher Hoyas soll diese Dekoration bringen, letztlich liegt Hoya an der deutschen Märchenstraße“, so begründete im November 2014 [DATENBANK=979]Elfriede Hornecker[/DATENBANK], damalige Leiterin des Heimatmuseums, diese Aktion. Im Vorfeld der Ausstellung „Verstrickt in Hoya“, die am 30 November 2014 eröffnet wurde. Diese Frauen sind noch immer aktiv. So traf die HARKE am Dienstag zwischen 15 und 17 Uhr ein Teil dieser Frauen im Heimatmuseum, beim Stricken und Klönen. Sie treffen sich an jedem Dienstag zur gleichen Zeit in den Monaten Oktober bis April. Von Mai bis September dann nur einmal im Monat. Wer Lust hat mitzumachen, einfach im Heimatmuseum anrufen. „Auch Männer können kommen, wir zeigen ihnen wie es geht“.

Mit Strickerinnen aus Deutschland, Österreich und Schweiz haben die Hoyaer Frauen 2016 an einem Wettbewerb teilgenommen: „Das große Stricken“. „Kleine Mützen, ähnlich Eierbecher, in der Größe für eine „Smoothie-Flasche“ „ein schrecklich gesundes Getränk“, scherzt Elfriede Hornecker. Für 426 Mützen haben wir einen „Dankeschönbrief“ erhalten, insgesamt wurden 1,3 Millionen Mützen eingeschickt.

20 Cent für jede Mütze erhielt das [DATENBANK=3712]DRK[/DATENBANK]. Auch für einen Basar in 2015 für Flüchtlinge haben wir gestrickt, dafür wurde „Sackweise“ Wolle gespendet. Wolle könne auch weiter gespendet werden, abzugeben im Heimatmuseum.

Die Frauen, scherzhaft von ihren Männer als Strickliesel, Laufmasche oder Wollmäuse gerufen, Stricken eigene Programme. Christa Stark strickt Socken für die Familie und „einen Schal für mich“. Socken für einen „guten Zweck“ strickt Eva Maria Porath, für einen Basar in einem Pflegeheim. Elke English strickt einen „Loop“, das ist ein Halswärmer als Weihnachtsgeschenk. Ingrid Badusche strickt Socken für den Enkel in Größe 46, „die besten Socken die es gibt“.

Annette Duda strickt Socken für den Nikolausmarkt in Bücken „habe schon 20 Socken gestrickt“. Eine Mütze für die Schwiegermutter hat Angelika Rabe in Arbeit. Elfriede Hornecker strickt Socken für Enkelkinder. Sie hat übrigens im November 2014 demonstriert, dass man auch ohne Nadeln, mit dem Finger stricken kann. „Gabi“ ihren Nachnamen wollte sie nicht sagen, strickt auch für den Nikolausmarkt in Bücken.

Alle Frauen bedauern gemeinsam, dass Strickunterricht in der Schule kein Fach mehr ist. „Schade, sagt die Lehrerin im Ruhestand, Elfriede Hornecker: „Denn man braucht dazu Konzentration und Körperspannung“.

Zum Artikel

Erstellt:
25. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.