Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de dpa

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22.01.2013 Von Alan Smithee

Studie: Skifahren ist sicherer geworden

PR-Artikel Wer viel Zeitung liest, könnte den Eindruck bekommen, dass auch dieses Jahr wieder der Skiausflug einem Selbstmord gleichkommt. Aber trotz Katastrophenmeldungen haben sowohl die österreichische Skisturz-Studie als auch die Technische Krankenkasse einen Rückgang der Stürze insgesamt zu verzeichnen.

Deutsche Krankenkassen und österreichische Universitäten haben erste Ergebnisse zur diesjährigen Ski-Saison veröffentlicht. Diese zeigen, dass Skifahren insgesamt sicherer geworden ist – und sind sich uneins über die Gründe.

Wie die österreichische Tageszeitung „Kurier“ meldete, hat die Sturzhäufigkeit in österreichischen Skigebieten fast um die Hälfte abgenommen. Die Universität Innsbruck hat dies im Auftrag des Österreichischen Skiverbands herausgefunden. Auch die Snowboard-Unfälle haben sich um ein Drittel reduziert. Studienleiter Univ.-Prof. Martin Burtscher kommentierte gegenüber dem Kurier einen Trend bei den Verletzungen: So stürzen Jugendliche zwar häufiger, verletzen sich aber weniger. Ältere hingegen stürzen weniger, bei ihnen ist die Verletzungsgefahr jedoch höher als bei Jüngeren.

Der Österreichische Skiverband macht für den Rückgang der Verletzungen vor allem verantwortlich, dass insgesamt wesentlich mehr Ski- und Snowboardfahrer Helme tragen als früher. Außerdem sei der Alkoholkonsum bei den Sportlern laut der Umfrage zurückgegangen: Bloß ein Drittel der Skifahrer gab an, auf der Piste Alkohol zu trinken, und diesen dort auch nur in Maßen.

Derweil meldet der Nachrichtensender Nh24, dass auch die Technische Krankenkasse einen Rückgang bei den Skiunfällen zu verzeichnen habe. Während letzte Saison noch rund 50.000 Deutsche verletzt aus dem Winterurlaub kamen, sind es den vorläufigen Schätzungen zufolge in dieser Saison bloß 40.000. Auch bei der Technischen Krankenkasse spielt hierbei eine Rolle, dass mehr Helme getragen werden; so ist etwa jede zehnte Ski-Verletzung laut Angaben der Kasse eine Kopfverletzung.

Aber auch die verbesserten Pisten und die modernere Ausrüstung sind verantwortlich dafür, dass weniger Unfälle passieren. So können moderne Skibrillen mithilfe spezieller Färbungen Kontraste besser hervorheben und das Sehen erleichtern. Damit wird nicht nur das Unfallrisiko verringert, sondern es wird auch einer späteren Erkrankung an den Augen vorgebeugt, da der UV-Faktor der neuen Brillen höher und zuverlässiger ist.

Tatsächlich ist die häufigste Todesursache beim Skifahren das Herzversagen. Ärzte weisen immer wieder darauf hin, dass Skifahren für Personen, die nicht im Training sind, dieses Risiko birgt. Spezielle Skigymnastik kann dem vorbeugen. Was sonst noch getan werden kann, um Skiunfälle zu vermeiden oder später gut zu behandeln, wird in dem Forum www.gesundheitsfrage.net jede Wintersaison ausführlich diskutiert.

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Erstellt:
22. Januar 2013, 15:16 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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