Sturmtief Klaus: Nur Bagatelleinsätze

Sturmtief Klaus: Nur Bagatelleinsätze

Bei Brokeloh räumte ein Landwirt mittels Trecker die Straße wieder frei. Foto: Schäfer

Der Sturm, der am Donnerstag über Deutschland hinwegfegte, hat viele Spuren hinterlassen. Besonders betroffen von Tief Klaus wurde der Nordwesten Deutschlands. An der Nordseeküste wurden die Windstärken 8 bis 9 mit bis zu 88 km/h erreicht. Der Kreis Nienburg kam bis zum frühen Nachmittag glimpflich davon.

Die Fährverbindungen in der Nordsee zu den Halligen kamen zum Erliegen, der Kreis Recklinghausen schloss sein in einer Leichtbauhalle untergebrachtes Impfzentrum für vier Stunden, der Wuppertaler Zoo schloss aus Sicherheitsgründen kurzfristig seine Tore – Äste drohten herunterzufallen.

Im Kreis Nienburg wusste Polizeisprecherin Andrea Kempin auf HARKE-Nachfrage lediglich von Bagatell-Einsätzen zu berichten. Eine Mülltonne auf Freiersfüßen und ein abgerissenes Werbeplakat waren zunächst gemeldet worden, nirgends kamen Personen zu schaden. Das galt auch für Brokeloh, wo ein abgeknickter Baum eine Straße blockierte und damit unter anderem kurzzeitig den Busverkehr zum Erliegen brachte. Ein Landwirt aus der Nachbarschaft entfernte den Baum mittels Trecker kurzerhand von der Straße.

Trotz der zum Teil heftigen Windböen blieb es im Stadtgebiet weitgehend ruhig – bis auf einen Einsatz für die Feuerwehr Langendamm. Im Bereich des „Bärenlagers“ an der Odertraße war ein etwa 15 Meter hoher Baum umgeknickt und verfing sich über der Straße in einem anderen Baum. Beide drohten auf die Fahrbahn zu stürzen.

Die Einsatzkräfte sägten den Stamm des ersten Baumes an und zogen diese mit einem Mehrzweckzug in Richtung Wald. Mit dieser Technik konnten Sie den abgeknickten Baum aus dem anderen befreien, gezielt zu Fall bringen und zerkleinern. Auch der zweite Baum musste gefällt werden, da er in extreme Schieflage geraten war.

Nach gut 45 Minuten waren die beiden Gefahrenstellen beseitigt und die Feuerwehr konnte wieder einrücken.