Rebecca Göllner Die Harke

Rebecca Göllner Die Harke

06.04.2016 Von Rebecca Göllner

Süß, aber kein Haustier

Als ich Kind war, mussten meine Eltern mit mir immer in den Zoo fahren. Nicht wegen den exotischen Tieren, sondern wegen der Waschbären. Am liebsten hätte ich so einen flauschigen Kumpel mit nach Hause genommen. Nicht weniger niedlich sind Eichhörnchen. Mit ihren Kulleraugen bringen sie jedes Herz zum Schmelzen. Trotzdem sollten weder Waschbären noch Einhörnchen als Haustiere gehalten werden. Auch, wenn die Versuchung groß ist. Beide Tierarten gehören nicht eingesperrt, sondern sollten frei in der Natur leben dürfen. Denn abgesehen davon, dass das Gesetz es tatsächlich erlaubt, Eichhörnchen aus einer Zucht in Volieren zu halten, muss sich die Bewunderung und Liebe zu einem Tier darin zeigen, dass man es einsperrt? Ich denke nicht. Wildtiere, die in freier Natur geboren wurden, zu kaufen oder zu besitzen, ist im Übrigen gänzlich verboten. Das bedeutet, dass sie auch grundsätzlich nicht eingefangen und eingesperrt werden dürfen. Die einzige Ausnahme stellen kranke oder verletzte Tiere dar. Diese können Finder aufnehmen und gesund pflegen, wenn sie sie anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Also hat Familie Nietfeld aus Wietzen genau richtig gehandelt. Nachdem der rote Racker Hilfe bei den Menschen gesucht hatte, nahmen sie ihn kurz bei auf und gaben ihn schließlich zum Aufpäppeln an eine Expertin weiter. Jetzt soll das Eichhörnchen wieder ausgewildert werden.

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Erstellt:
6. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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