Die Grünen haben einen Antrag auf die kontrekte Zahl der Wolfsrisse seit der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf gestellt. Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft

Die Grünen haben einen Antrag auf die kontrekte Zahl der Wolfsrisse seit der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf gestellt. Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft

Rodewald/Hannover 02.05.2019 Von Die Harke

„Symbolpolitik ohne Substanz“

Landtags-Grüne kritisieren die Verlängerung der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf

Niedersachsens Umweltminister Lies (SPD) hat zum dritten Mal eine Abschussverlängerung für den Rüden des Rodewalder Wolfsrudel erlassen. Das kritisiert jetzt Christian Meyer, naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag: „Umweltminister Olaf Lies betreibt beim Wolfsmanagement weiterhin symbolische Ankündigungspolitik ohne inhaltliche Substanz.“ Beim Rodewalder Wolf bleibe die Begründung fortgesetzter Nutztierrisse mehr als fraglich, da seit Wochen keine neuen Risse mehr gemeldet worden seien. Anscheinend sei der vom Land geförderte Herdenschutz in der Region endlich verbessert worden.

„Die massive Kritik der Umweltverbände und der Wolfsberater an seiner Begründung der Abschussverfügung als unsachlich, ist daher mehr als berechtigt. Für sein Versagen beim Abschuss hat der Minister immer neue Ausreden. Jetzt fällt ihm zum einen auf, dass das Gebiet so groß ist, und nach den Tierschützern sind nun die Jäger schuld, die bei der Wolfsjagd nicht ausreichend mitwirken würden, obwohl sie den Wolf gar nicht schießen dürfen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.

„Statt sich mit immer neuen Ankündigungen als vermeintlich ‚harter Hund‘ zu präsentieren, sollte Umweltminister Olaf Lies den Weidetierhaltern wirklich helfen. Er könnte endlich die Entschädigungszahlungen und die Förderung des Herdenschutzes beschleunigen, wie es im Grünen-Antrag gefordert ist. Auch wäre die von den Schafhaltern geforderte und von der CDU-Landwirtschaftsministerin verweigerte Weidetierprämie unabhängig vom Wolf eine wirksame Hilfe für das Weideland Niedersachsen“, erklärte Meyer.

Die Grünen verweisen darauf, dass der Wolf nach EU- und Bundesrecht weiterhin streng geschützt ist. Lediglich Wölfe oder Wolfsrudel, die durch das wiederholte Überwinden von Schutzzäunen eine erhebliche Gefahr für Weidetiere darstellen, können begründet getötet werden. Mit einer Anfrage im Landtag fragen die Grünen nun nach der Zahl der Nutztierrisse und Herdenschutzmaßnahmen seit der Abschussverfügung.

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Erstellt:
2. Mai 2019, 21:40 Uhr
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