Lou Massenberg und Tina Punzel gewannen den EM-Titel. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa

Lou Massenberg und Tina Punzel gewannen den EM-Titel. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa

Rom 17.08.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Gold und Bronze für Wasserspringer: „Riesenerleichterung“

Am dritten Wettkampftag bejubelt das deutsche Team die erste Medaille im Wasserspringen bei der EM in Rom. Tina Punzel und Lou Massenberg krönen sich zu Europameistern.

Tina Punzel packte Lou Massenberg an den Schultern, schüttelte ihn und fiel ihrem Synchronpartner glücklich in die Arme. Die deutschen Wasserspringerinnen und Wasserspringer haben nach zwei verkorksten Tagen ihre erste EM-Medaille in Rom geholt - und dann gleich Gold. Christina Wassen hat dann für die zweite deutsche Wassersprung-Medaille in Rom gesorgt. Im Wettbewerb vom Turm kam die Berlinerin auf 314,10 Punkte und wurde damit Dritte. Gold ging an die Britin Andrea Spendolini Sirieix mit 333,60 Zählern vor der Ukrainerin Sofija Lyskun (329,80). Die zweite deutsche Starterin, Pauline Pfeif, belegte Rang vier. Zuvor hatten Tina Punzel und Lou Massenberg den Europameistertitel im Synchron-Mixed-Wettbewerb vom Drei-Meter Brett gewonnen. „Besser kann es nicht laufen“„Das war eine Riesenerleichterung“, sagte Massenberg zum Moment, als er die „1“ auf der Anzeigetafel im Foro Italico sah. „Nach 2018 wieder ganz oben zu stehen, ist echt einfach nur geil. Besser kann es nicht laufen.“ Schon damals waren er und Punzel im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett Europameister geworden. Der 21 Jahre alte Berliner und die sechs Jahre ältere Dresdnerin leisteten sich keinen größeren Fehler. Mit 294,69 Punkten verwiesen Punzel und Massenberg das britische Duo Grace Reid und James Heatly (290,76) und die WM-Zweiten Chiara Pellacani und Matteo Santoro (283,56) aus Italien auf die Plätze zwei und drei. „Einfach echt geil“„Wir wollten dagegenhalten und dass wir das jetzt so geschafft haben, ist einfach echt geil“, sagte Punzel. Zuvor hatte es an zwei Wettkampftagen nicht die erhofften Medaillen für die deutschen Springerinnen und Springer gegeben. „Der Druck steigt einfach von Tag zu Tag, das kann man nicht leugnen“, sagte Punzel. „Ich habe den Druck ein bisschen gespürt, aber ich wusste, was wir drauf haben.“ Auch Bundestrainer Lutz Buschkow war erleichtert. Der 64-Jährige berichtete von einer Mannschaftssitzung am Vorabend und klaren Worten. „Bei uns im Team herrscht eine relativ offene Atmosphäre – mit leichtem Funkenflug“, sagte er mit einem Lächeln. Seine Topspringerin Punzel, die nach dem Karriereende von Rekordeuropameister Patrick Hausding eine besondere Führungsrolle im Team einnimmt, hat schon am folgenden Tag die nächste Medaillenchance. Im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett zählen sie und Lena Hentschel zu den Favoritinnen. Die beiden hatten bei den Olympischen Spielen in Tokio hinter China und Kanada gemeinsam Bronze gewonnen.

Zum Artikel

Erstellt:
17. August 2022, 16:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.