Steyerberg 08.02.2017 Von Die Harke

Tarifkonflikt bei Exxon: Verhandlungen gescheitert

Nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden wurde das Scheitern der Gespräche beschlossen

Der Tarifkonflikt bei [DATENBANK=2548]Exxon Mobil[/DATENBANK] spitzt sich zu. Die Tarifkommission der IG BCE hat nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden das Scheitern der Gespräche beschlossen. Werner Haß, Verhandlungsführer der IG BCE: „Wer mit der Forderung nach Einführung der 40-Stunden-Woche in Tarifverhandlungen geht, muss sich darüber im Klaren sein, dass er damit die Verhandlungen vor die Wand fährt. Nachdem es uns mühsam gelungen ist, die 40-Stunden-Forderung vom Tisch zu bekommen, zeigen sich die Arbeitgeber beim Entgelt stur und kompromisslos. Die Verhandlungen seit September sind geprägt von Provokation und Konfrontation. Solch eine Haltung ist wohl einmalig in der Mineralölindustrie. Die Arbeitgeber wären gut beraten, unverzüglich auf eine Linie der Vernunft einzuschwenken.“

Die IG BCE wird mit der Tarifkommission in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen entscheiden. Warnstreiks sind nicht ausgeschlossen. Die Arbeitgeber forderten über mehrere Verhandlungsrunden die Anhebung der Arbeitszeit von derzeit 38 Stunden hin zu einer 40-Stunden-Woche – ohne Lohnausgleich. Zuletzt boten die Arbeitgeber an, die Entgelte um drei Prozent anzuheben bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die IG BCE fordert für die rund 1500 Beschäftigten bei Exxon Mobil eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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Erstellt:
8. Februar 2017, 21:00 Uhr
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