Paul Hill/Fotolia

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Nienburg 20.04.2018 Von Andreas Wetzel

Taten nicht zu beweisen: Freispruch

29-jähriger Nienburger wegen Trickdiebstahls vor Gericht

Ein 29-Jähriger aus Nienburg stand jetzt vor dem Amtsgericht: Er soll drei Straftaten begangen haben. Aus Mangel an Beweisen ist er jedoch von zwei Vorwürfen freigesprochen worden. Ihm wurde zur Last gelegt, im Juli 2016 in Erichshagen durch einen Trickdiebstahl 150 Euro aus dem Haus einer Rollstuhlfahrerin entwendet zu haben, im Juni 2016 trotz Fahrverbots Auto gefahren zu sein und im Mai 2016 eine falsche uneidliche Aussage vor Gericht gemacht zu haben. In einem anderen Verfahren, in dem ein Autorennen verhandelt wurde, sollte er angegeben haben, dass es sich nicht um ein Autorennen gehandelt hätte.

Bei der Verhandlung stellte sich heraus, dass der Angeklagte zwar wenige Minuten nach dem Trickdiebstahl in Nienburg angetroffen und angehalten wurde, er jedoch eine andere Bekleidung trug als die Geschädigte angegeben hatte. Darüber hinaus hatte die Geschädigte bei einer Lichtbildvorlage zwar den Angeklagten erkannt, allerdings hatte sich dabei ein Fehler eingeschlichen, sodass die Lichtbildvorlage nicht verwertbar war.

Beim Verfahren zur falschen uneidlichen Aussage wurden die Akten aus dem anderen Verfahren, in dem der Angeklagte als Zeuge ausgesagt hatte, herangezogen. Dabei stellte sich heraus, dass der Angeklagte selbst Teilnehmer dieses angeblichen Autorennens gewesen sei und bei seiner Aussage darüber hätte belehrt werden müssen, dass er sich selbst belasten könnte und deshalb von einem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen könnte. Aus diesem Grund wurde er wegen des Diebstahls und der falsch uneidlichen Aussage freigesprochen.

Das Verfahren wegen des Führerscheindeliktes soll später erneut verhandelt werden.

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Erstellt:
20. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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