Die Schulsanitäter freuten sich über tierisch gute Unterstützung. Foto: drk-kreisverband

Die Schulsanitäter freuten sich über tierisch gute Unterstützung. Foto: drk-kreisverband

Stolzenau 24.11.2017 Von Die Harke

Teamarbeit zwischen Mensch und Tier

Personensuchhunde unterstützen Schulsanitäter des Gymnasiums Stolzenau bei Personensuchübung

Zielstrebig schießt Suchhund „Cooper“ an der Leine um die Ecke. Er schnüffelt am Boden, verfolgt die Spur, rennt ein Stück weiter, kommt dem Fundort näher – plötzlich bleibt er an der Treppe stehen und wedelt mit der Rute: Hier liegt ein Verletzter. Hundeführerin Andrea Garbe nimmt „Cooper“ sofort zurück. Schnell eilen die Schulsanitäter hinzu und versorgen den Verletzten. Zum Glück nur übungsweise. Der Schulsanitätsdienst des Gymnasiums Stolzenau und die Mantrailer-Gruppe aus dem Landkreis Nienburg mit Leiterin Tanja Jesse führten gemeinsam eine Personensuchübung im Gymnasium Stolzenau durch. Jesse und Frank Kaska vom [DATENBANK=3712]Deutschen Roten Kreuz[/DATENBANK] hatten vier verschiedene Übungsszenarien mit vermissten und verletzten Schülern ausgearbeitet. Demnach war eine Schülerin mit Zuckerkrankheit vermisst worden. Ein weiterer Schüler kehrte nach der Pause nicht in die Klasse zurück, er war im Treppenhaus gestürzt; eine Schülerin hatte sich nach Streitigkeiten in der Toilette versteckt. Das letzte Übungsszenario beinhaltete die Suche nach einer verwirrten Person auf dem Schulgelände.

Mantrailer-Hunde können der Duftspur eines Menschen nach vielen Stunden oder Tagen folgen, egal ob im Freien oder in Gebäuden. Alle vier versteckten Schüler mussten von den Hunden gefunden werden, dann übernahmen die Schüler des Schulsanitätsdienstes die Versorgung mit Maßnahmen der Ersten Hilfe.

Erst im September hatten die Schüler an einem DRK-Kurs teilgenommen. Nun konnten sie ihr Wissen anwenden. „Wir sind mit den Maßnahmen der Schulsanitäter sehr zufrieden“, bilanzierten die Beobachter. Sowohl für die vier Suchhunde und deren Hundeführerinnen als auch für die Schulsanitäter sei die Übung eine tolle Erfahrung gewesen.

Im Vorfeld hatte Tanja Jesse die Suchhunde-Teams den Schülern vorgestellt und erklärt, wie Mantrailing funktioniert. Die Personensuche im Gebäude stelle andere Ansprüche an das Mensch-Hund-Team als eine Suche im Freien. „Dass die Sanitäter ein geschultes Händchen und die Mantrailer-Teams auch unter unruhigen Bedingungen weder die Spur noch die Konzentration verlieren, hat sich gezeigt.“

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Erstellt:
24. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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