Teilnehmende der Schulung für Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zusammen mit ihrem Dozenten Filip Kázmierczak (vorne rechts) von der Gesellschaft für Dolmetschmentoring in Berlin. Foto: Landkreis Nienburg

Teilnehmende der Schulung für Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zusammen mit ihrem Dozenten Filip Kázmierczak (vorne rechts) von der Gesellschaft für Dolmetschmentoring in Berlin. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 14.08.2021 Von Die Harke

Techniken des Dolmetschens vermittelt

Landkreis qualifiziert Sprachmittlerinnen und Sprachmittler

Der Landkreis Nienburg hat für seine Sprachmittlerinnen und -mittler erneut eine qualifizierende Fortbildung angeboten. Dies ist seit 2017 die siebte derartige Schulung, die die zuständige Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe im Rahmen ihres Sprachmittler-Projektes organisiert hat.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Muttersprachen Albanisch, Ara-bisch, Bulgarisch, Dari, Farsi, Französisch, Kurdisch, Polnisch, Rumänisch und Vietnamesisch nutzten die Schulung, um mehr über die vielfältigen Aspekte der Sprachmittlung zu erfahren. Unter der fachkundigen Anleitung von Filip Kazmierczak von der Gesellschaft für Dolmetschmentoring (DoM) aus Berlin erlernten die Teilnehmenden insbesondere Grundthemen wie Dolmetschethik, Dolmetschrolle sowie Dolmetschtechnik näher kennen. Mit verschiedenen Aufgabenstellungen und Rollenspielen gestaltete der Referent den Seminartag unterhaltsam und zugleich lehrreich.

Carmen Prummer, Leiterin der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, erlebte die Teilnehmenden mit viel Engagement konzentriert mitarbeitend. Obwohl viele der Teilnehmenden noch nicht lange im Projekt mitarbeiteten, hätten sie im Rahmen dieser Schulen bereits einen guten Eindruck erhalten können, insbesondere was die Haltung und die Motivation der neu geschulten Sprachmittelnden angehe.

„Sie gehen nun gut vorbereitet an ihre ehrenamtliche Aufgabe und sind für uns als Mitarbeitende beim Landkreis die Brückenbauerinnen und Brückenbauer, damit „neu“ Zugewanderte gut im Landkreis Nienburg ankommen.“ Nina Heuer, in der Koordinierungsstelle für die verwaltungsseitige Abwicklung im Projekt zuständig, ergänzt: „Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit.“

Ich bin selber erst vor etwa fünf Jahren nach Nienburg gekommen. Es haben mir so viele Menschen geholfen und mein Ankommen erleichtert. Das möchte ich gerne zurückgeben.

Eine Teilnehmerin

Auch die Teilnehmenden selbst lobten die äußerst informative und hilfreiche Veranstaltung. Besonders beeindruckt waren die Veranstalterinnen von dem Statement eines Teilnehmers: „Ich bin selber erst vor etwa fünf Jahren nach Nienburg gekommen. Es haben mir so viele Menschen geholfen und mein Ankommen erleichtert. Das möchte ich gerne zurückgeben und selber auch helfen, dass Menschen sich hier gut orientieren können.“

Für den Landkreis Nienburg sind zurzeit rund 120 ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und -mittler in vielen unterschiedlichen Sprachen im Einsatz. Sie sind migrationserfahren und kennen sich gut im Landkreis Nienburg aus. Mit ihren Sprachkenntnissen und kulturellen Erfahrungen tragen sie bei Gesprächen in sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen oder in Behörden dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden oder Konflikte klären zu können.

Für ihre Tätigkeit erhalten Sprachmittlerinnen und -mittler von der anfordernden Stelle eine Aufwandsentschädigung von zwölf Euro je angefangene Stunde. Auch die Fahrtkosten werden zu einem bestimmten Satz erstattet.

Angefragt werden können die Sprachmittlerinnen und -mittler über den Landkreis Nienburg bei Tanja Walter, Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, unter Telefon (0 50 21) 96 76 08.

Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit als Sprachmittlerin oder -mittler interessiert, kann sich ebenso gerne bei Tanja Walter melden. Weitere umfassende Informationen können der Internetseite www.lk-nienburg.de/leben-im-landkreis/migration entnommen werden.

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Erstellt:
14. August 2021, 19:19 Uhr
Lesedauer:
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