Heidi Reckleben-Meyer DH

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Landkreis 18.03.2018 Von Heidi Reckleben-Meyer

Teelichter statt Leuchttürme

Guten Tag

Der ländliche Raum und seine Besonderheiten – das thematisierte auch Stadtbürgermeister [DATENBANK=679]Martin Franke[/DATENBANK] in seiner Begrüßung zur Wirtschaftsschau. Immer wieder wird auf die Zielsetzung verwiesen, dass es darum gehen müsse, „gleichwertige Lebensverhältnisse“ im Vergleich zur Stadt zu schaffen. Bis Mitte 2019 soll nun eine Kommission Vorschläge erarbeiten, wie diese „gleichwertigen Lebensverhältnisse“ auf den Weg gebracht werden könnten. So steht es im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung.

Die Frage ist, ob es weitergeht wie bisher: Immer neue Förderprogramme für den ländlichen Raum, die mit immer neuen Überschriften versehen – von „Kleineren Städten und Gemeinden“ bis hin zu „Zukunftsfähiger Umnutzung landwirtschaftlicher Bausubstanz“ – punktuelle Antworten bieten, ändern nichts an den strukturellen Problemen auf dem Land. Sie bringen zwar kleine Hoffnungsschimmer, aber an ihrer Nachhaltigkeit gemessen, sind sie eher Teelichter als Leuchttürme für den ländlichen Raum.

Angesichts großer struktureller Defizite braucht es eine Förderkulisse, die sich ganzheitlicher als bislang der Aufgaben annimmt. Entscheidend wird dabei eine konsequente politische Weichenstellung sein, die den ländlichen Raum realistisch mit auf der Rechnung hat. Wie „gleichwertige Lebensverhältnisse“ überhaupt zu definieren ist, wird dabei entscheidend sein. Bleibt abzuwarten, ob hinterher nicht doch wieder irgendwer „gleicher“ ist.

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Erstellt:
18. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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