Sabine Lüers-Grulke DH

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Teure Beetpflege

„Zupflastern“?

„Wir müssen sehen, wie wir aus der Nummer rauskommen“, sagte in der jüngsten Markloher Ratssitzung Horst Reschke (CDU) und meinte die Beetbepflanzung im Ort, die sich mittlerweile als teueres Vergnügen erweist: egal ob im Baugebiet „Oberes Feld“ oder im Gewerbegebiet. Kaum ein Anwohner will die Beete freiwillig pflegen, hieß es von Seiten der Verwaltung. Sie hat in diesem Jahr bereits 10?000 Euro an Mehrkosten (!) für die Beetpflege ausgegeben, die notgedrungen von externen Landschaftsbau-Unternehmen durchgeführt werden musste. Jetzt sollen im nächsten Jahr drei 400-Euro-Kräfte angestellt und ein zusätzlicher Drei-Seiten-Kipper angeschafft werden, damit die Beete nicht verkrauten, lautete ein Vorschlag der Verwaltung. Allein der Anhänger war zunächst mit 6500 Euro im Haushaltsvorentwurf veranschlagt. Angesichts der Haushaltskonsolidierung, in der sich die Gemeinde seit Jahren befindet, entwickelt sich die Beetbepflanzung zu einem immer teuereren Spaß – ganz egal, ob sie nur der Verschönerung oder der Verkehrsberuhigung dient. Einen ganz pragmatischen Vorschlag hatte da Hans-Hermann Göbbert (SPD): „Zupflastern“, empfahl er. Ob das den Anwohnern gefallen würde? Oder ob da doch der eine oder andere lieber einen Eimer und eine Hacke in die Hand nehmen und das Kraut vor seiner Haustür zupfen würde?

Sabine Grulke

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Erstellt:
31. Oktober 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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