Paul Hill/Fotolia

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Nienburg 05.12.2018 Von Andreas Wetzel

Teurer Schlag ins Gesicht

39-Jähriger muss 7.000 Euro bezahlen

Ein 39-jähriger Mann aus Nienburg hat im Verhandlungssaal des Amtsgerichts ein Schmerzensgeld in Höhe von 4.000 Euro an sein Opfer übergeben. Danach wurde das Strafverfahren gegen ihn eingestellt – mit der Auflage, weitere 3.000 Euro zahlen zu müssen. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, im März 2016 den neuen Freund seiner ehemaligen Freundin derart stark angegriffen und ins Gesicht geschlagen zu haben, dass der Attackierte bewusstlos zu Boden ging. Danach soll er weiter auf ihn eingeschlagen und ihm schwere Verletzungen im Gesicht und am Körper zugefügt haben, sodass eine Einlieferung ins Krankenhaus notwendig wurde. Das Opfer hatte sich durch den Angriff unter anderem eine schwere Gehirnerschütterung und diverse Prellungen zugezogen.

Der Richter regte ein Gespräch der Verfahrensbeteiligten an, welches zwischen dem Schöffengericht, der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung und dem Vertreter der Nebenklage dann auch stattfinden sollte. Ergebnis: Mit Zustimmung aller Verfahrensbeteiligten zahlte der Angeklagte noch im Gerichtssaal 4.000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer, wobei weitere Forderungen wie Verdienstausfall oder ärztlicher Versorgung davon nicht berührt sind. Das Strafverfahren stellte das Gericht mit der Auflage des zweiten Betrag von 3000 Euro als Geldstrafe ein.

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Erstellt:
5. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

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