08.12.2013

Thoms-Bilder in der Heimatstube

Wietzens Weihnachtsmarkt dieses Mal mit einem besonderen Leckerbissen

Wietzen. Am kommenden Sonntag, 3. Advent, findet von 13.30 bis 18 Uhr auf dem Kirchplatz in Wietzen der Wietzener Weihnachtsmarkt statt. Wie immer werden viele Vereine ihre Buden aufstellen und die Besucher mit ihren Angeboten heranlocken. Und auch die benachbarte Heimatstube öffnet für die Besucher die Alte Schule und Böckmanns Scheune mit ihrem breiten und bekannten Angebot aus der wertigen bäuerlichen und dörflichen Welt. In diesem Jahr kann das Heimatstubenteam jedoch mit einem besonderen Leckerbissen aufwarten: einer Sonderausstellung von etwa zwölf Gemälden des Malers Ernst Thoms. Thoms wohnte einige Jahre mit seiner Tochter in Wietzen und ist vor 30 Jahren hier verstorben.

Der in Nienburg geborene Ernst Thoms hatte schon als Kind den Wunsch, Kunstmaler zu werden. Besonders im Krieg und der folgenden Gefangenschaft fand er inneren Zugang zu seiner Begabung. Er legte nach dem Krieg zwar noch seine Malergesellenprüfung ab, aber dann besorgte er sich ein karges Atelier und über viele Stationen von der „Neuen Sachlichkeit“ bis schließlich hin zu wohl empfundenen Landschaftsbildern wurde er regelrecht berühmt.

Seine Kunstwerke sind ausdrucksvoll und die Darstellungen im ländlichen Raum sehr volkstümlich nachgezeichnet, so die Heimatstuben-Verantwortlichen Friedrich Timke und Helmut Rode.

Klaus Rode wird am 15. Dezember ab 15.30 Uhr interessierte Marktbesucher und einige geladene Gäste anhand seiner Bilder durch das Leben und Wirken dieses interessanten und auf vielen Ausstellungen sehr gelobten Mannes führen.

Heimatstube und Förderverein freuen sich über dieses Angebot und laden herzlich ein, an diesem bestimmt hoch interessanten Vortrag teilzunehmen.

Die Geschichtswerkstatt bereitet mit Wandtafeln auf das Fest „200 Jahre Befreiungsfahne“ - auch gerne bezeichnet als „200 Jahre Bauernschießen“ - vor und versucht die Einwohner schon jetzt zum Mitfeiern, auch zum Mitmachen bei einer geplanten festlichen Aufführung wie 1964 auf der Freilichtbühne mit dem Stück „Hermann Wrede, Vogt von Wietzen“ zu begeistern.

„Neu ist auch, dass wir in Zukunft Bilder aus den vergangenen Jahren des Wietzer Alltags zeigen wollen. An diesem 15. Dezember werden wir Bilder von den Tanzgruppen aus Wietzen auf den Sommerfesten des Dorfkulturkreises, von den Gewerbeschauen und von den Erntefesten zeigen. Sie werden per Laptop und Beamer an eine große Leinwand geworfen“, so die Organisatoren Helmut Rode und Friedrich Timke abschließend. DH

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Erstellt:
8. Dezember 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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