Museumsleiterin Nowak-Klimscha.

Museumsleiterin Nowak-Klimscha.

01.02.2015

Thoms-Gemälde und eine goldene Bank

Museumsumbau: Das Quaet-Faslem-Haus wird ebenfalls neu konzipiert

Von Michael Duensing

Nienburg. Im Zuge der Sanierungs- und Umbauarbeiten des Nienburger Museums wird nicht nur der Fresenhof komplett neu gestaltet, sondern in Teilen auch das Quaet-Faslem-Haus. Alle Räume (Zeichensaal ausgenommen) bekommen einen neuen Anstrich, bröckelnder Putz wird entfernt und neu aufgetragen. Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha unterstreicht, dass zukünftig intensiver Inhalte transportiert werden sollen: „Das Haus steht mehr im Mittelpunkt“. Und die Besucherinnen und Besucher können sich auf viele innovative Neuerungen freuen.

Wo in der Vergangenheit Kinder und Jugendliche im Rahmen der Museumspädagogik in die Geschichte eintauchten, entsteht im Erdgeschoss derzeit ein Empfangsbereich mit Garderobe und Museumsshop. In diesem werden beispielsweise Postkarten, Repliken und Accessoires angeboten. In den beiden Räumen vor dem Zeichensaal wird eine Galerie mit Ernst-Thoms-Gemälden eingerichtet. Die Kanzel aus Wittlohe und das Diepenauer Tapetenzimmer bleiben, allerdings wird der Zutritt zum Tapetenzimmer modifiziert. Im hinteren Bereich des Zeichensaals ist zudem ein neuer Abstellraum entstanden.

In der ersten Etage führt der Rundgang in das ehemalige Logenzimmer. Das Gemälde an der Stirnseite des Raumes bleibt erhalten, inhaltlich wird der Fokus auf den Namensgeber des 1821 im klassizistischen Stil entworfenen Wohnhauses, Architekt Emanuel Bruno Quaet-Faslem (1785 bis 1851), gewidmet. Einige (neue) Exponate der Loge „Georg zum silbernen Einhorn“ werden dort zudem zu sehen sein. Dr. Nowak-Klimscha betont: „Wir haben bei der Konzeption dieses Raumes mit der Loge zusammengearbeitet.“

Bemerkenswert ist der neue Farbanstrich der Wände. Um den „Aha“-Effekt nicht vorweg zu nehmen, soll an dieser Stelle die Farbwahl noch nicht verraten werden. Nur so viel: Die Couleur findet sich auch in dem Wandgemälde wieder.

Weiter geht es in den Räumen mit Blick in den Biedermeiergarten. In dem ersten Raum werden die Themen „Baugewerkschule“, später Fachhochschule, am Schloßplatz sowie die Leistungen von Quaet-Faslem behandelt.

Der Romancier Heinrich Albert Oppermann (1812 bis 1870) wird ebenfalls Erwähnung finden.

Der Rundgang führt in den Spiegelsaal, der als Ausdruck des Klassizismus an sich wirken wird. Der Raum hinter dem Spiegelsaal widmet sich mit seiner Möblierung und entsprechenden Exponaten dem Leben der damaligen Zeit.

Das kleine Schlafzimmer, rechts neben dem Treppenaufgang, verschwindet allerdings, stattdessen zeigen die Ausstellungsgegenstände „Nienburg zur Zeit des Klassizismus“. Neu ist auch, dass in den Museumsräumen Bänke aufgestellt werden, auf denen die Besucherinnen und Besucher sich setzen und informieren können.

Besonders stolz ist die Museumsleiterin auf das neue Sitzmöbel im Spiegelsaal: eine goldene Bank.

In vier Wochen werden der Fresenhof und das Quaet-Faslem-Haus mit einem „Archäologischen Spectaculum“ am 28. Februar und 1. März mit Vorführungen prähistorischer Handwerkstechniken, Schaukampfdarbietungen, Bogenschießen und Kulinarischem wiedereröffnet.

Weitere Informationen sind im Internet unter der Adresse www.museum-nienburg.de erhältlich.

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Erstellt:
1. Februar 2015, 00:00 Uhr
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