Damit Hunde ohne Leine toben können - auch in der Brut und Setzzeit - wird eine Freifläche für die Fellnasen gewünscht. Pixabay

Damit Hunde ohne Leine toben können - auch in der Brut und Setzzeit - wird eine Freifläche für die Fellnasen gewünscht. Pixabay

Nienburg/Landesbergen 25.04.2019 Von Die Harke, Von Sebastian Schwake

Tierhalter wollen Freifläche für Vierbeiner

Sabrina Ballmann inititiert Petition für Hundefreifläche im Landkreis Nienburg

Sabrina Ballmann ist viel mit ihrem jungen Mischlingshund Findus unterwegs. Den Mischlingsrüden hat die 27-Jährige im Januar über den Tierschutzverein Pro Tier aus Sardinien bekommen.

Findus hat einen ausgeprägten Jagdtrieb. Sabrina Ballmann und weiteren heimischen Hundehaltern aber fehle es an einer Freifläche für ihre Vierbeiner. Eine Fläche, auf der sie auch in der Brut- und Setzzeit ihre Hunde einmal von der Leine lassen können. Deshalb hat Sabrina Ballmann eine Onlinepetition gestartet. In Niedersachsen dürfen Hunde in der Brut- und Setzzeit bis zum 15. Juli nur angeleint in der freien Landschaft laufen. Dies stelle besonders Hundehalter, die keinen eigenen Garten haben, vor ein Problem. „Denn wie soll der Hund sein natürliches Verhalten und seine sozialen Bedürfnisse wie Schnüffeln, Spielen oder die Kontaktaufnahme zu anderen Hunden ausleben, wenn er sich dreieinhalb Monate nicht frei bewegen darf?“, fragt Sabrina Ballmann. Das fragten sich auch viele andere Hundefreunde.

„Wir wünschen uns eine Freifläche für unsere Hunde in der Stadt Nienburg oder im näheren Umkreis der Stadt“, gibt die Landesbergerin den Wunsch der Petitionsunterzeichner wieder. Deswegen richte sich die Petition auch an Landrat Detlev Kohlmeier und nicht an Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes.

In Verden oder der Region Hannover gebe es Hundefreilaufflächen. In Verden stehe Hundebesitzern seit 2013 im Bürgerpark eine eingezäunte Fläche zur Verfügung. Die Einzäunung sorge nicht nur dafür, dass Hunde nicht unbeaufsichtigt entweichen und jagen können. Sie schütze auch Bürger, die keine Hundefreunde sind, vor Belästigung durch die Vierbeiner. Zudem diene sie als Treffpunkt für Hundefreunde unterschiedlichen Alters.

Wünschenswert, führt sie aus, sei eine eingezäunte Flächen, so dass die Hunde nicht weglaufen können. „Aber das ist natürlich auch eine Kostenfrage“, weiß die 27-Jährige, die vor vier Jahren aus der Wedemark in den Landkreis gezogen ist. In den sozialen Medien habe sie von etlichen Hundehaltern aus dem Landkreis Nienburg bereits viel Zuspruch erhalten. Nun sei es ihr Ziel, in den kommenden Tagen und Wochen die Eingabe noch bekannter zumachen – und das nicht nur über die sozialen Medien.

„Wir wollen auch auf dem Nienburger Wochenmarkt auf uns und unsere Petition aufmerksam machen“, erzählt die Initiatorin. 1.400 Unterzeichner brauche die Petition bis zum 8. Juli. Sollte die Zahl an Unterzeichnern erreicht werden, soll die Onlinepetition an den Landkreis weitergereicht werden, erläutert sie das Vorgehen. Mehr als 140 Hundefreunde haben die Petition im Internet bereits unterzeichnet.

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Erstellt:
25. April 2019, 09:46 Uhr
Lesedauer:
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