Tierische Abkühlung

Tierische Abkühlung

Manon Garms DH

Bei den heißen Temperaturen verschaffen wir Menschen uns Abkühlung im Schwimmbad, am Badesee, in der Eisdiele, vor dem Ventilator oder – wer denn eine hat – durch das Einschalten der Klimaanlage. Was aber machen eigentlich Tiere in der Hitze? Laut dem NABU nutzen Vögel, wie zum Beispiel Drosseln, die heißen Temperaturen, um eine Zeit lang regungslos in der Sonne zu verharren. So bekämpfen sie in den Federn sitzende Parasiten und nutzen Luftströmungen für die Abkühlung. Wasservögel stellen sich mit den Beinen ins kühlende Wasser, Amseln oder Rabenkrähen sitzen mit weit geöffnetem Schnabel da und atmen schnell ein und aus, ähnlich wie hechelnde Hunde.

Auch Füchse helfen sich so bei hohen Temperaturen. Der Storch benutzt als Sonnenschutz flüssigen Kot, mit dem er seine Beine beschmiert. Das im Kot enthaltene Wasser entzieht beim Verdunsten dem Körper Wärme.

Schwarzwild suhlt sich in feuchten Gruben, Hirsche nehmen ein Bad in Gewässern und Rehe meiden Sonne und Bewegung und suchen Abkühlung im schattigen Wald. Der Feldhase ruht bei starker Hitze und kann über seine Löffelohren überschüssige Körperwärme abgeben.

Wer Tieren bei hohen Temperaturen helfen möchte, kann das mit einem naturnahen Garten mit Bäumen und Büschen tun, denn kahle Steinwüsten bieten keinen Sonnenschutz und heizen sich stärker auf. Zudem helfen den Tieren Wasserangebote im Garten, wie Wassertränken oder Flachwasserzonen von Teichen, die von Vögeln auch als Badestelle genutzt werden.