Manon Garms DH

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23.04.2015 Von Manon Garms

Tischkultur ist wichtig

von Manon Garms

Die Tischkultur ist laut Petra Schlemermeyer, Leiterin der Kindertagesstätte St. Michael, ein Schwerpunkt in der Einrichtung (Bericht auf Seite 11). Das ist sehr lobenswert, denn auch so manchem Erwachsenen könnte eine Auffrischung gewisser Tischmanieren nicht schaden. Wie oft sieht man in Restaurants oder Cafés Eltern mit ihren Kindern am Tisch sitzen, ohne dass die Erwachsenen sich wirklich mit ihren Sprösslingen oder auch miteinander beschäftigen. Da ist das Smartphone, das heutzutage so ziemlich jeder immer griffbereit hat, doch viel interessanter. Es wird im Internet gesurft, gesimst, gechattet oder auch telefoniert, um ja keine vermeintlichen Neuigkeiten zu verpassen. Die Kinder bekommen dann nur Aufmerksamkeit, wenn sie sich nicht so ruhig verhalten, wie die Eltern sich das wünschen, und zurechtgewiesen werden müssen. Ein normales Gespräch findet nicht statt.

Da ist es kein Wunder, dass es manchen Kindern schwerfällt, am Tisch zu sitzen und zu reden, wie Petra Schlemermeyer aus ihren Erfahrungen berichtet. Diese Kinder bekommen es schließlich vorgelebt, dass man bei Tisch nicht miteinander spricht, weil jede Unterhaltung verlangt, dass das Smartphone nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit hat.

Vielleicht können sich einige Eltern die Tischkultur mal wieder von ihren Kindern abgucken, die in der Kita lernen, wie‘s geht. Nicht zuletzt ist das Tischgespräch auch eine Form der Höflichkeit.

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Erstellt:
23. April 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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