Der Steyerberger René Rast (links, Nummer 33) im Duell mit Markenkollge Ferdinand Habsburg. Foto: Audi Media

Der Steyerberger René Rast (links, Nummer 33) im Duell mit Markenkollge Ferdinand Habsburg. Foto: Audi Media

Nürburg 21.09.2020 Von Die Harke

Titel im Eiltempo

Motorsport: Audi ist vorzeitiger Herstellermeister in der DTM / René Rast landet auf dem Nürburgring zweimal auf dem Podium

Titelgewinn im Eiltempo: Mit einem Dreifacherfolg am Sonntag auf dem Nürburgring hat sich Audi schon sechs Rennen vor Saisonende die DTM-Herstellermeisterschaft gesichert.

Auch der Teamtitel ist der Marke mit den Vier Ringen in der letzten DTM-Saison mit Class-1-Rennwagen nicht mehr zu nehmen. Der Steyerberger René Rast wurde nach Rang zwei am Sonnabend am Sonntag Dritter.

Das Samstag-Rennen

Zweiter Sieg in Folge: Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt Sportsline hat nach seinem Erfolg auf dem Grand-Prix-Kurs am vergangenen Sonntag auch das erste der beiden DTM-Rennen auf dem Sprintkurs des Nürburgrings gewonnen. Dem „Fliegenden Holländer“ gelang ein in der DTM extrem seltener Start-Ziel-Sieg, obwohl sein Vorsprung gleich dreimal durch das Safety-Car zunichte gemacht wurde.


„Das war heute im Auto ziemlich nervenaufreibend“, sagte Frijns nach seinem knappen Sieg vor Titelverteidiger Rast vom Audi Sport Team Rosberg. „Jedes Mal, wenn ich mir etwas Vorsprung herausgefahren hatte, kam das Safety-Car. Als René in den letzten Runden direkt hinter mir lag und permanent Push-to-Pass und DRS nutzen konnte, wusste ich, dass ich mir nicht den kleinsten Fehler leisten durfte. Mein Auto war großartig und der Schlüssel zum Sieg mein guter Start.“


Von Startplatz zwei aus gewann Frijns das Startduell gegen Rast, der sich am Vormittag mit einer eindrucksvollen Runde die Pole-Position gesichert hatte. „Der Start war entscheidend“, bestätige der zweimalige DTM-Champion. „Am Freitag hatten wir im ersten freien Training ein technisches Problem und auch nach dem zweiten Training konnte ich keinen Start üben. Das heute war mein erster echter Start – und der war nicht gut.“


Rast fiel im Rennen zeitweise noch hinter BMW-Pilot Marco Wittmann auf den dritten Platz zurück, holte sich Platz zwei beim letzten Restart aber wieder zurück und machte in der Schlussphase Jagd auf den Spitzenreiter. „Ich wollte Robin erst in der letzten Runde überholen, aber vielleicht habe ich etwas zu spät attackiert“, sagte Rast. „Es war ein sehr schwieriges Rennen. Ein zweiter Platz ist nicht mein Ziel, aber noch immer ein gutes Ergebnis.“

Das Sonntag-Rennen

Das zwölfte Saisonrennen stand ganz im Zeichen der drei Titelaspiranten Nico Müller, Robin Frijns (beide Audi Sport Team Abt Sportsline) und René Rast (Audi Sport Team Rosberg). Im Qualifying gelang Frijns eine perfekte Runde. „In allen drei Sektoren Bestzeit zu fahren gelingt in der DTM nur ganz selten“, sagte der Niederländer nach seiner fünften Pole-Position – der 19. in Folge für Audi. „Die Runde fühlte sich auch im Auto richtig gut an.“

Im Rennen konnte sich der Sieger des Samstagsrennens allerdings nur sechs Runden lang vor seinem Teamkollegen Nico Müller halten. „Nico war einfach etwas schneller, es hätte keinen Sinn gemacht, mich gegen ihn zu wehren. Manchmal ist es cleverer, einen zweiten Platz nach Hause zu bringen. Mehr war heute für mich nicht möglich.“

Nico Müller machte am Start einen Platz gut und nutzte in Runde sieben DRS und Push-to-Pass, um seinen Teamkollegen zu überholen. Anschließend setzte er sich an der Spitze immer weiter ab. Im Ziel hatte der Schweizer 11,790 Sekunden Vorsprung auf Robin Frijns und 19,526 Sekunden auf den den amtierenden DTM-Champion Rast.

„Der Sieg heute war sehr wichtig“, sagte Müller nach seinem fünften Saisonsieg. „An den letzten beiden Renntagen hatte ich viel Pech. Auf diese Art und Weise zurückzuschlagen fühlt sich gut an. Besonders freut es mich für das ganze Team, das bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet hat, um mir wieder ein perfektes Auto hinzustellen. Auch die Mannschaft von Robin hat mitgeholfen, denn die Schäden nach dem Rennen gestern waren doch ziemlich groß. Mit diesem Auto heute so überlegen zu gewinnen ist großartig. “

Mit je zwei Siegen für Nico Müller und Robin Frijns blieb das Audi Sport Team Abt Sportsline an den beiden Nürburgring-Wochenenden ungeschlagen. „ABT ist uns im Augenblick einfach einen Schritt voraus“, sagte Rast. „Am Samstag waren wir im Rennen relativ schnell. Sonntag hatte ich wieder mehr zu kämpfen, speziell mit dem zweiten Reifensatz. Mit meiner eigenen Leistung bin ich zufrieden: Ich habe keinen Fehler gemacht und nie aufgegeben. Aber insgesamt können wir natürlich nicht happy sein. Wir müssen weiter hart arbeiten und aufholen. Noch ist die Meisterschaft nicht entschieden.“

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Erstellt:
21. September 2020, 13:38 Uhr
Lesedauer:
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