Nadeschda Tolokonnikowa, Gründerin der Punk-Band Pussy Riot, im letzten Jahr in Berlin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Nadeschda Tolokonnikowa, Gründerin der Punk-Band Pussy Riot, im letzten Jahr in Berlin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Moskau 04.11.2019 Von Deutsche Presse-Agentur

Tolokonnikowa kämpft und singt gegen die Macht

Die Moskauer Aktionskünstlerin Nadeschda Tolokonnikowa von der Punkband Pussy Riot zieht aus der Politik in Russland und den USA viel Energie für ihre Kunst. „Wir kämpfen hier gegen einige der wohl einflussreichsten Menschen auf diesem Planeten.

Sie werden nicht einfach von der Macht lassen.“ Das sagte sie kurz vor ihrem 30. Geburtstag am Donnerstag (7.11.) der Deutschen Presse-Agentur. Es sei auch nicht absehbar, dass in Russland Präsident Wladimir Putin und sein Machtapparat einfach verschwinden. Tolokonnikowa, die wegen einer Protestaktion gegen Putin in einer Kirche schon im Straflager saß, gilt als Frontfrau der oft mit bunten Strumpfmasken auftretenden feministischen Punkband Pussy Riot. Die Band gibt international Konzerte und sorgt immer wieder mit radikaler Videokunst für Aufsehen. Auch in den USA, wo Tolokonnikowa ein Video gegen Rassismus und Sexismus unter US-Präsident Donald Trump drehte, ist die Frauengruppe bekannt - sowie aus der Serie „House of Cards“. Der Kampf gegen autoritäre Strukturen müsse weitergehen, sagte Nadya Tolokno, wie sie sich in sozialen Netzwerken nennt. „Das ist schmerzhaft. Das ist hart. Und der Preis unserer Freiheit ist hoch.“ Es gebe aber keinen anderen Weg. Trotz des Erfolgs von Pussy Riot international und obwohl die Repressionen in Russland Menschenrechtlern zufolge zunehmen, sieht sie ihre Heimat weiter als den spannendsten Ort. „Die Politik ist eindeutig die größte Energiequelle für mein künstlerisches Schaffen.“Twitter von Nadeschda Tolokonnikowa Mediazona Pussy Riot bei Twitter

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Erstellt:
4. November 2019, 14:23 Uhr
Lesedauer:
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