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Rubriken: Top-Themen und Wirtschaft

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Karlsruhe

BGH: Klagen trotz Paypal-Käuferschutzes möglich

Der BGH befasst sich mit dem Käuferschutz von Paypal. Foto: Lukas Schulze
Der BGH befasst sich mit dem Käuferschutz von Paypal. Foto: Lukas Schulze

Bei einem Internet-Einkauf über Paypal hat im Streitfall nicht der Online-Bezahldienst das letzte Wort.

Verkäufer können den Kunden trotz Paypal-Käuferschutzes später auf Zahlung in Anspruch nehmen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe.
Paypal-Kunden können Käuferschutz beanspruchen, wenn eine Ware nicht ankommt oder wesentlich von der Artikelbeschreibung abweicht. Dann bucht der Bezahldienst dem Käufer den gezahlten Kaufpreis zurück - und belastet in gleicher Höhe das Paypal-Konto des Verkäufers.
Dagegen können Verkäufer klagen, unterstrich der BGH (AZ: VIII ZR 83/16 und VIII ZR 213/16t). Der Käufer bleibt aus Sicht des BGH gleichwohl «erheblich» im Vorteil: «Der Verkäufer hat erst einmal den Schwarzen Peter und muss seine Ansprüche einklagen», betonte die Vorsitzende BGH-Richterin.
Bei seiner Entscheidung habe der BGH aber auch das berechtigte Interesse des Verkäufers berücksichtigen müssen. «Sonst wäre das das Aus für Privat-Verkäufer gewesen.» EHI-Studie zu Bezahlarten
Paypal Käuferschutz

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