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Rubrik: Top-Themen

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Berlin

Was man über Sommergewitter wissen sollte

Die zahlreichen Blitze eines fernen Gewitters erhellen die dunklen Wolken über der Autobahn A661. Foto: Frank Rumpenhorst
Die zahlreichen Blitze eines fernen Gewitters erhellen die dunklen Wolken über der Autobahn A661. Foto: Frank Rumpenhorst

Temperaturen von etwa 30.000 Grad und ein Schalldruck von bis zu 130 Dezibel: Sommergewitter sind eine beeindruckende Naturgewalt. Gerade deshalb sollte man sie sich aber nur aus der Ferne anschauen.

Warum riecht es gerade im Sommer nach Regen?
Den typischen Duft, wenn es nach langer Trockenheit wieder regnet, nennen Forscher «Petrichor». Zwei Australier, die den Begriff 1964 von den altgriechischen Wörtern «petros» (Stein) und «Ichor» (mythologisch die Flüssigkeit in den Adern der Götter) ableiteten, fanden vereinfacht gesprochen heraus: Das geruchlose Wasser wirbelt Staubpartikel auf, die unter anderem das Aroma eines Öls in sich tragen, das Pflanzen bei Dürre produzieren.
Wie genau kommt der Duft in die Nase?
Das haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology im Jahr 2015 genauer beschrieben: Ein Regentropfen schließt auf der Erde winzige Luftbläschen unter sich ein. Diese nehmen den Geruch des staubigen Bodens auf, blubbern dann ähnlich wie Kohlensäure im Sprudelwasser nach oben und spritzen aus der Tropfenoberfläche an die Luft. Wind verteilt die mitgezogenen Duftstoffe. Unter anderem daher können manche schon Regen riechen, bevor er überhaupt an ihrem Standpunkt fällt. Die Forscher fanden heraus, dass bei leichterem Niederschlag der Geruch intensiver ist als bei Starkregen.
Wie kommt es zu Blitz und Gewitter?
Gewitter entstehen, wenn warme, feuchte Luftmassen aufsteigen und dabei sehr schnell abkühlen. Es bilden sich Eiskristalle und Wassertropfen, aus denen sich schließlich eine Gewitterwolke bildet. Die aufsteigenden Wassertröpfchen stoßen dabei mit den schon vorhandenen aneinander. So entsteht eine elektrische Spannung. Überschreitet sie eine bestimmte Schwelle, kommt es zu einem gigantischen Kurzschluss. Der Blitz entlädt sich innerhalb der Wolke oder zwischen Wolke und Boden. Übrigens: Heißer als in einem Blitz wird es auf der Erdoberfläche zumindest aus natürlichen Gründen nie.
Warum knallt es?
Die Luft um den Blitz wird sehr schnell sehr stark erhitzt. Dadurch dehnt sie sich wie bei einer Explosion aus. Diesen Schalldruck nimmt unser Ohr als lauten Knall wahr.
Was genau passiert, wenn man vom Blitz getroffen wird?
Die Spannung am Körper steigt auf mehrere 100.000 Volt an. Es kommt zu Verbrennungen und Lähmungen, möglicherweise auch zum Herzstillstand. Trotzdem gibt es immer wieder Fälle, in denen Menschen das überleben. Spätfolgen wie Gedächtnisstörungen oder Augenschäden können aber zum Teil noch Jahre später auftreten.
Wie kann man sich vor einem Blitzschlag schützen?
Gewitter übersteht man am besten im Auto oder in festen Gebäuden. Wer im Freien überrascht wird, sollte Bäume, Masten, Zäune oder Gewässer meiden und sich möglichst klein machen - am besten auf den Fußballen hockend in einer Bodenmulde. Die Füße sollten nahe beieinander stehen.

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