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Rubrik: Top-Themen

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Hamburg

Zitate aus der Rede von Angela Merkel

Nach der Rede von Angela Merkel beim CDU-Bundesparteitag gab es zehn Minuten lang stehende Ovationen. Foto: Michael Kappeler
Nach der Rede von Angela Merkel beim CDU-Bundesparteitag gab es zehn Minuten lang stehende Ovationen. Foto: Michael Kappeler

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Vorsitz der CDU nach 18 Jahren abgegeben. Nachfolgend dokumentieren wir Zitate aus ihrer Abschiedrede am Freitag auf dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg.

Über ihren ersten Parteitag als Bundesvorsitzende vor 18 Jahren:
«Mein erstes Parteitags-Motto nach der Spendenaffäre als neu gewählte Vorsitzende der CDU Deutschlands in Essen im Jahr 2000 lautete: "Zur Sache". Das war für viele gewöhnungsbedürftig. Wo steht hier Deutschland? Nirgends. Wo steht hier Zukunft? Nirgends. Wo steht hier etwas von gestalten, von Werten, von Sicherheit? Nirgends. Nur: "Zur Sache". Damit fing es an. Typisch Merkel.»
Über die aktuelle politische Lage in Deutschland:
«Die Zeiten heute sind fordernd. Ohne jeden Zweifel. Für unser Land, für die Volksparteien, für CDU und CSU, mit der AfD als einer Partei rechts von uns, mit einer Polarisierung in der Gesellschaft.»
Über die Zeit nach der CDU-Spendenaffäre:
«Eine Schicksalsstunde der Christlich Demokratischen Union Deutschlands - die haben wir vor 18 Jahren erlebt. Das war die Bewältigung der Spendenaffäre, als die CDU politisch, moralisch und nicht zu vergessen finanziell vor dem Aus stand, als nicht wenige ihr ein Schicksal wie das der italienischen Democrazia Cristiana vorhergesagt hatten. Doch wir haben nicht klein beigegeben. Wir haben uns nicht irre machen lassen. Wir haben einen kühlen Kopf bewahrt. Wir haben uns auf unsere eigenen Stärken besonnen. Wir haben unseren eigenen Stärken vertraut und wir haben es allen gezeigt.»
Zu 50 Jahren Regierungsbeteiligung von CDU/CSU auf Bundesebene:
«Gelungen ist das, weil wir immer auf beides geachtet haben: Politik zu gestalten auf der Grundlage unserer Werte - aber auch mit der Bereitschaft wahrzunehmen, was um uns herum geschieht. Weil wir immer wussten, dass konservativ nicht von Konserve kommt, sondern davon, zu bewahren, was uns stark macht, und zu verändern, was uns hindert.»
Über ihren Start als Parteivorsitzende:
«Was hat Sie und mich als CDU-Vorsitzende vor über 18 Jahren eigentlich zusammengeführt? Damals nach der uns so sehr zusetzenden Spendenaffäre war es sicher - vorsichtig gesprochen - ein kleines Wagnis. Vor allem aber ein unerschütterlicher Glaube an die Zukunft, mit dem wir uns aufeinander eingelassen haben.»
Über den eher verhaltenen Applaus der Delegierten, als Merkel von der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 spricht:
«Das Klatschen ist schmaler als die Mehrheit damals war, als es entschieden wurde auf dem Parteitag.»
Zur Entwicklung der CDU in den vergangenen Jahren:
«Bei all dem haben wir uns gegenseitig nicht geschont. Wir haben uns gefordert. Wir haben uns auch gegenseitig etwas zugemutet. Ich euch. Aber ich erlaube mir zu sagen, dass es auch - ganz ganz selten natürlich - auch mal umgekehrt war.»
Über Verhältnis zur Parteibasis:
«Was haben wir uns vorenthalten? Sie haben mir gar nichts vorenthalten. Ich habe intensiv darüber nachgedacht - mir ist nichts eingefallen. Ich habe umgekehrt Ihnen und Euch manchen richtig deftigen, scharfen Angriff auf den politischen Gegner - ob von links oder rechts - vorenthalten und stattdessen das Florett gewählt oder es vorgezogen, zu schweigen und gar nicht erst über das Stöckchen zu springen, das man mir hin hielt. Ich weiß sehr wohl, dass ich Eure Nerven damit sehr auf die Probe gestellt habe.»
Über zukünftige Rolle in der Partei:
«Für meine Verbundenheit mit der Partei brauche ich keinen Parteivorsitz - und Bundeskanzlerin bin ich ja auch noch.»

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