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Berlin

Regierung und Bundeswehr gedenken Hitler-Attentätern

Verteidiungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ...Verteidiungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Feierstunde in Berlin. Foto: Michael Kappeler
Verteidiungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Feierstunde in Berlin. Foto:...
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Verteidiungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Feierstunde in Berlin. Foto: Michael Kappeler
Verteidiungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Feierstunde in Berlin. Foto: Michael Kappeler

Mit einem feierlichen Gelöbnis von 400 Bundeswehrrekruten hat die Bundesregierung zum 75. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler an den Widerstand gegen das NS-Regime erinnert.

«Wir müssen das Gedenken pflegen und die Erinnerung weitertragen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Lehren aus der Geschichte nicht verblassen», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag vor den Rekruten und ihren Angehörigen.
Bei dem Festakt auf dem Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin mit vielen Ehrengästen hatte die neue Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ihren ersten großen Auftritt im Amt.
Sie sicherte den Soldaten in ihrer Ansprache vollen Einsatz für deren Belange zu.
«Mit Ihrem heutigen Gelöbnis stärken Sie die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie.» Dank dafür alleine reiche nicht, sagte Kramp-Karrenbauer. «Ihr Dienst verlangt Respekt! Ihr Dienst verlangt Wertschätzung! Ihr Dienst verlangt Unterstützung, und zwar von mir zuallererst.» Sie wisse, Deutschland könne sich auf die Soldaten verlassen. «Und ich sage Ihnen: Sie können sich auf mich verlassen!»
In ihrer Rede machte die neue Oberbefehlshaberin gleichzeitig deutlich, worauf sie in der Truppe Wert legt: «Der soldatische Dienst erfordert Gehorsam. Aber keinen blinden und erst recht keinen Kadavergehorsam.» In dem Zusammenhang erinnerte sie an die Offiziere um Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Diese seien Vorbilder. «Sie begehrten auf gegen Unrecht, Diktatur, Barbarei, Menschenverachtung (und) sahen ihre soldatische Pflicht darin, das Recht über den unrechtmäßigen Befehl zu stellen.» Dieser Anspruch präge das Selbstverständnis der Bundeswehr bis heute.
Sowohl Merkel als auch Kramp-Karrenbauer riefen die Soldaten auf, sich gegen Hetze, Hass, Ausgrenzung und Spaltung zu stellen. «Als Staatsbürger sind wir alle gefordert, die Stirn zu bieten und die Werte unseres Grundgesetzes im täglichen Miteinander mit Leben zu erfüllen. Und als Staatsbürger in Uniform machen Sie mit Ihrem heutigen Gelöbnis deutlich, dass sie sich in besonderer Weise in den Dienst dieses Auftrags stellen», sagte die Verteidigungsministerin.
Die Widerstandskämpfer des 20. Juli «mahnen uns, wachsam zu sein. Sie mahnen uns, Rechtsextremismus

Antisemitismus und Rassismus in all ihren Erscheinungsformen entschieden entgegenzutreten», sagte Merkel. An die Rekruten gerichtet sagte die Bundeskanzlerin: «Sie dienen der Demokratie als unserer Staatsordnung. Sie dienen dem Recht eines jeden Einzelnen von uns. Sie stehen hier für ein menschliches Deutschland.»
Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere um Stauffenberg versucht, Hitler mit einer Bombe zu töten und den Krieg zu beenden. Das Attentat misslang. Stauffenberg und drei Mitverschwörer wurden noch am Abend des Attentats im Innenhof des Bendlerblocks erschossen. In den folgenden Wochen und Monaten richteten die Nazis 89 weitere Beteiligte und Unterstützer hin.


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