Bei der Toten handelt es sich um die 19-jährige Andrea Korzen aus Schöningen. Foto: Polizei Nienburg

Bei der Toten handelt es sich um die 19-jährige Andrea Korzen aus Schöningen. Foto: Polizei Nienburg

Balge 14.05.2020 Von Sebastian Schwake

Tote aus dem Schleusenkanal war erst 19 Jahre alt

Junge Frau hatte offenbar Kontakt ins Rotlichtmilieu und hielt sich in Nienburg auf / Zeugen gesucht

Bei der Frauenleiche, die am 28. April im Schleusenkanal in Balge gefunden worden war, handelt es sich um die 19-jährige Andrea Korzen aus Schöningen im Landkreis Helmstedt.

Aufgrund der Auffindesituation und erster Ermittlungen gehen die Behörden von einem Gewaltverbrechen aus. Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit davon aus, dass sie sich zwischen Ende März und Mitte April zeitweise in Nienburg und Drakenburg sowie in Nordenham aufgehalten hat. Es gibt Hinweise darauf, dass Andrea Korzen möglicherweise Kontakte zum Rotlichtmilieu in Hannover sowie ins Bremer Umland hatte, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Verden und der Polizei Nienburg.

Die Tote hat diese auffälige Tätowierung. Foto: Polizei Nienburg

Die Tote hat diese auffälige Tätowierung. Foto: Polizei Nienburg

Von der Toten fehlen persönliche Gegenstände, weswegen die Polizei um Mithilfe bittet: Wer hat weibliche Bekleidung zwischen Ende März bis Mitte April aufgefunden, die augenscheinlich entsorgt oder achtlos weggeworfen wurde und die sich nicht zweifelsfrei einer Spende zuordnen lässt? Zudem fragt die Polizei, wer zwischen Ende März und Mitte April Beobachtungen im Bereich der Schleuse bei Balge gemacht hat von Personen oder dort geparkten Fahrzeugen.

Personen, die in den zurückliegenden Monaten Kontakt zu Andrea Korzen hatten oder Angaben zu ihren konkreten Aufenthaltsorten und auch Kontaktpersonen machen können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission in Nienburg/Schaumburg oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Bei der Mordkommission wurde dafür ein Hinweistelefon eingerichtet unter Telefon 01 72 / 2 62 87 14 eingerichtet. Es besteht die Möglichkeit, Hinweise auch vertraulich entgegenzunehmen, heißt es weiter.

Nähere Angaben zum gegenwärtigen Stand der Ermittlungen werden nicht gemacht. Vor gut einer Woche waren Polizeibeamte und Polizeitaucher am Fundort am Schleusenkanal in Balge im Einsatz, um mögliche Spuren des Gewaltverbrechens zu finden und zu sichern. Dabei kam auch ein Spezialboot zum Einsatz.

Die Polizei hatte in der vergangenen Woche am Fundort der Leiche in der Weser nach Spuren gesucht. Auch Taucher waren im Einsatz. Foto: Stüben

Die Polizei hatte in der vergangenen Woche am Fundort der Leiche in der Weser nach Spuren gesucht. Auch Taucher waren im Einsatz. Foto: Stüben

Die Leiche der Frau war am 28. April auf der Weser treibend entdeckt und anschließend von einem Großaufgebot an Rettungskräften, darunter Feuerwehrleute und DLRG-Mitglieder, aus der Weser geborgen worden. Die Nienburger Polizei und die Staatsanwaltschaft Verden gingen schnell von einem Gewaltverbrechen aus und richteten eine Mordkommission ein. Die Obduktion in der Rechtsmedizin Hannover hatte schließlich den Verdacht bestätigt, dass die Frau gewaltsam ums Leben gekommen ist.

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Erstellt:
14. Mai 2020, 16:13 Uhr
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