Neben der Polizei haben sich auch mehrere Rettungswagen in die Nähe des Tatorts begeben. Foto: Carolin Gißibl/dpa

Neben der Polizei haben sich auch mehrere Rettungswagen in die Nähe des Tatorts begeben. Foto: Carolin Gißibl/dpa

Würzburg 25.06.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Tote und Verletzte bei Messerattacke in Würzburg

In Würzburg hat ein Mann wahllos Menschen mit einem Messer attackiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind drei Personen getötet und fünf verletzt worden.

Die Hintergründe der Attacke mitten in der Innenstadt waren zunächst unklar. Ein Großteil des Gebietes wurde am Nachmittag abgeriegelt. Der mutmaßliche Täter sei überwältigt und festgenommen worden, hieß es. Die Polizei habe dafür schießen müssen. Ob der Mann verletzt wurde, wurde zunächst nicht gesagt.

Motive des Täters noch unklar

„Wir haben keinerlei Hinweise auf weitere Täter“, sagte ein Polizeisprecher. Die Gefahr für die Bevölkerung sei vorüber. Über die möglichen Motive des Festgenommenen wurde zunächst nichts bekannt. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17.00 Uhr alarmiert worden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist auf dem Weg nach Würzburg. Er werde sich am Tatort ein Bild der Lage machen, sagte ein Sprecher des CSU-Politikers. Am Abend sollte sich Herrmann zudem zu dem Vorfall äußern.

"Entsetzliche und schockierende Nachricht aus Würzburg: Wir trauern mit den Opfern und deren Familien. Wir bangen und hoffen mit den Verletzten", so der bayerische Ministerpräsident Markus Söder auf Twitter.

Die ersten Reaktionen aus der Bundespolitik ließen auch nicht lange auf sich warten. „Es sind furchtbare Nachrichten aus Würzburg“, so Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt auf Twitter.

Die Polizei rief zur Zurückhaltung in den sozialen Netzwerken auf. „Bitte teilt keine Bilder oder Videos“, hieß es in einem Tweet der Polizei. Sie forderte dazu auf: „Respektiert bitte die Privatsphäre der Opfer!“ In den sozialen Netzwerken gab es bereits kurz nach dem Ereignis erste Videos, die angeblich das Geschehen zeigen sollen.

Angriff mit Axt vor fünf Jahren in Würzburg

Vor knapp fünf Jahren, am 18. Juli 2016, waren bei einer Attacke in einer Bahn bei Würzburg vier Menschen schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling hatte mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg die Reisenden angegriffen. Anschließend flüchtete er zu Fuß, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schließlich von Polizisten erschossen.

© dpa-infocom, dpa:210625-99-146798/22

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Erstellt:
25. Juni 2021, 20:18 Uhr
Lesedauer:
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