Museumsleiterin Dr. Kristina Klimscha und Event-Chefin Holownia vor dem Eingang des Niedersächsischen Spargelmusuems.  Hagebölling

Museumsleiterin Dr. Kristina Klimscha und Event-Chefin Holownia vor dem Eingang des Niedersächsischen Spargelmusuems. Hagebölling

Nienburg 23.07.2016 Von Edda Hagebölling

Tourismusmagnet Spargelmuseum

Museumsführung - Stadtrundgang - lecker essen: Anna Holownia ist Expertin für das ultimative Nienburg-Paket

Nienburg. Hand aufs Herz: Kennen Sie Nienburgs Spargelmuseum? Oder das Quaet-Faslem-Haus mit seinem Biedermeier-Garten und dem Lapidarium? Und haben Sie schon den von Grund auf neu konzipierten Fresenhof besucht? Unzählige Auswärtige schon. Aber auch etliche Einheimische.

Das im Jahr 2005 eröffnete Spargelmuseum im Garten des Quaet-Faslem-Hauses hat sich längst zu einem Tourismus-Magneten entwickelt. Dass die Spargel-Hochburg Nienburgs seinerzeit den Zuschlag bekam, hat sie unter anderem Fritz Bormann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Nienburger Spargel, zu verdanken. Ärgster Konkurrent war das benachbarte Burgdorf.

„Natürlich lassen sich die Besucher, die sich bei uns anmelden, von der Bezeichnung ‚Niedersächsisches Spargelmuseum‘ leiten“, räumen Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha und Anna Holownia, „Seele des Museums“ und längst auch inoffizielle Event-Chefin, gerne ein. Doch wenn die Gäste, die per Reisebus, Bahn, Wohnmobil oder auf dem Weserradweg anreisen, erst einmal den Kontakt aufgenommen haben, setzt besonders Anna Holownia alles daran, dass die Besucher nicht nur das Spargelmuseum selbst, sondern Nienburgs Museumslandschaft insgesamt, aber auch die gesamte Stadt in guter Erinnerung behalten und gerne in anderer Konstellation noch einmal wiederkommen.

„Die Leute, die wegen des Niedersächsischen Spargelmuseums bei uns anrufen, fragen in der Regel auch, was man denn sonst noch so machen kann in der Stadt an der Weser“, berichtet Anna Holownia. Die Nienburgerin, die von Nienburgs langjährigem Museumsleiter Dr. Eilert Ommen am 1. September 1991 eigentlich als Reinigungskraft angestellt worden war, empfiehlt so gut wie immer eine Stadtführung, verweist gerne auch auf das Niedersächsische Polizeimuseum und bringt selbstverständlich auch auf Nienburgs Gastronomie ins Spiel.

„Im Grunde profitiert die gesamte Innenstadt von den Museumsgästen“, macht Dr. Kristina Nowak-Klimscha deutlich. Kommen die Gruppen nach dem Mittagessen in Nienburg an, nutzen sie aber auch gerne das Angebot, nach der Besichtigung von Spargelmuseum und Quaet-Faslem-Haus entweder im 80 Personen passenden Zeichensaal, im Garten oder im Lapidarium Kaffee zu trinken. „Diese Örtlichkeit hat natürlich einen ganz besonderen Charme“, wissen die beiden Frauen, die ohnehin überzeugt davon sind, den schönsten Arbeitsplatz der Welt zu haben, aus eigenem Erleben.

„Natürlich profitieren auch wir von der rasanten Entwicklung des Kultur- und Tagestourismus“, betont Museumschefin Nowak-Klimscha im Treffen mit der Harke am Sonntag. Die Menschen werden älter und mobiler und verfügen in der Regel über eine recht gute Rente. Und sie möchten nicht nur für ihr leibliches, sondern auch für ihr geistiges Wohl sorgen.

Um diesem Trend Rechnung zu tragen, arbeitet Dr. Kristina Nowak-Klimscha zurzeit an einem Flyer mit, der sie sogenannten Themen-Museen in der Region miteinander vernetzt. Der Flyer soll im Frühjahr kommenden Jahres erscheinen.

Führungen durch das Spargelmuseum und das Quaet-Faslem-Haus sind dank des Engagements zahlreicher ehrenamtlicher Museumsführer in englisch, französisch, flämisch, russisch oder polnisch möglich.

Geführt werden Gruppen bis zu 25 Personen genauso gern wie Gruppen, die nur aus zwei Interessierten bestehen.

Wer im Museum feiern möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen. Ob Hochzeit, Geburtstag, Taufe oder Konfirmation – Zeichensaal, Biedermeiergarten und Lapidarium bieten für viele Anlässe den passenden Rahmen.

Willkommen sind aber auch alle, die ohne besonderen Grund einmal hereinschauen möchten in die Museen mit der Adresse Leinstraße 4 und Leinstraße 48. Bis Ende August besteht sonntags sogar die Möglichkeit, sich im Museums-Café leckeren selbstgebackenen Kuchen schmecken zu lassen.

www.museum-nienburg.de

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Erstellt:
23. Juli 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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