Loccum 01.11.2019 Von Die Harke

Trauerarbeit in der Schule

Tagung an der Akademie Loccum richtet sich an Pädagogen und Mitarbeiter in Hospizen

„Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in der Schule“. So lautet der Titel einer Tagung, die am Freitag und Sonnabend, 13. und 14. Dezember, an der Evangelischen Akademie Loccum stattfindet. Die Veranstaltung richtet sich an Pädagogen und Mitarbeiter in Hospizen, die mit Schulen kooperieren.

Sterben und Tod gehören zum Leben dazu. Oft jedoch setzen wir uns mit diesen Themen erst auseinander, wenn sie uns direkt betreffen. Eine schwere Krankheit oder ein plötzlicher Todesfall innerhalb der Schüler- oder Lehrerschaft sind Anlässe, sich in der Schule mit Sterben, Tod und Trauer zu beschäftigen.

Aber auch Todesfälle außerhalb der Schule wirken in die Schule hinein. Für Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil oder ein Geschwisterkind verloren haben, bricht eine Welt zusammen. Sie leiden nicht nur unter dem Verlust, sondern auch unter dem meist veränderten Verhalten der zurückbleibenden Familienangehörigen.

„In dieser Zeit brauchen Schüler die Normalität in der Schule. Eine an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Begleitung durch Lehrkräfte ist sehr wertvoll“, heißt es aus der Akademie.

Das Ziel der Tagung ist es, Hinweise und Hilfestellung beim Umgang mit trauernden Kindern zu vermitteln und Raum für den Austausch von Erfahrungen zu schaffen. Wie trauern Kinder und Jugendliche und wie können sie gut aufgefangen und unterstützt werden?; Welche Unterstützung benötigen Geschwisterkinder und Angehörige?; Wie können Schüler ihre Trauer ausdrücken?; Wie können Kollegium, Eltern und Mitschüler in die Begleitung einbezogen werden?; Wie können Schulen und Kinderhospize zum Wohle der Kinder und Jugendlichen kooperieren? Diese und weitere Fragen stehen bei der Tagung im Mittelpunkt.

Die Tagungsgebühr inklusive Übernachtung und Verpflegung beträgt 130 Euro. Anmeldungen sind bis zum 6. Dezember unter www.loccum.de oder per E-Mail an Michaela.Schmidt@evlka.de möglich.

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Erstellt:
1. November 2019, 07:29 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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